Zum Hauptinhalt springen

Griechenlands Banken erhalten Zeit bis Mai

Die Rettungsaktion Zyperns verunsichert die Griechen. Der Notenbankchef beschwichtigt. Nun werden jedoch die Bedingungen für die Rekapitalisierung gelockert.

Die Troika kehrt zurück: Agora in Athen. (31. März 2013)
Die Troika kehrt zurück: Agora in Athen. (31. März 2013)
Keystone

Griechenland will seinen Banken mehr Zeit für die Rekapitalisierung einräumen. Die Frist werde um einige Wochen, möglicherweise bis Ende Mai, verlängert, sagte der Chef der griechischen Notenbank, Giorgos Provopoulos, dem Staatsfernsehen.

Damit kommt Provopoulos einem Wunsch der angeschlagenen Finanzinstitute nach, die Bedingungen für die Aufstockung ihres Kapitals zu lockern. Zuletzt war die Frist für die Operation im Volumen von 27 Milliarden Euro für die National Bank, die Alpha Bank, Piraeus Bank und Eurobank auf Ende April ausgeweitet worden.

Das Schicksal der griechischen Banken ist von grosser Bedeutung für die rezessionsgeplagte Wirtschaft, weil sie der Konjunktur per Kreditvergabe auf die Sprünge helfen sollen.

Verunsicherung

Die jüngste Rettungsaktion Zyperns sorgte auch in Griechenland für Verunsicherung. Der Notenbankchef versicherte, die Einlagen in seinem Land seien garantiert. Seit Mitte Juni seien mehr als 19 Milliarden Euro nach Griechenland zurückgeflossen.

Vertreter der Europäischen Union, Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds werden in dieser Woche nach Athen zurückkehren und überprüfen, ob das Land seine Auflagen erfüllt. Dabei geht es unter anderem um den Stellenabbau im öffentlichen Dienst, aber auch um die Bankenrekapitalisierung.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch