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Hörverstärker lassen die Branche aufhorchen

Hersteller Claratone verkauft Leuten mit leichten Hörproblemen über Detailhändler seine «Lesebrille fürs Ohr». Audiologen und Vertreter von Hörgerätefirmen kritisieren die fehlende Beratung und den hohen Preis.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem Samstagabend in einer grösseren Runde im Restaurant. Der Raum ist hoch, die Tische sind eng aneinandergereiht, der Lärmpegel steigt, je länger der Abend dauert. Mit am Tisch sitzt ein älteres Paar, dem es in dieser lärmigen Umgebung schwerfällt, den ­Gesprächen zu folgen. Den beiden könnte ein Hörverstärker helfen, der seit einiger Zeit als Alternative zu den teureren Hörgeräten auf dem Markt ist.

Einer, der hofft, dass sich ältere Menschen zunehmend für Hörverstärker entscheiden, heisst Christoph Umbricht. Er ist Chef der Firma Claratone in ­Meilen und verkauft mit seinem Team diese ­Geräte seit letztem Sommer in der Schweiz. Umbricht sieht seine Hörhilfen in erster Linie als Einstiegsprodukt für Leute, die in Bars, vor dem Fernseher oder in Diskussionsrunden am Stammtisch Mühe haben, Gesprächen zu folgen. Während die Claratone-Modelle vor allem die Sprachtöne verstärken, lässt sich ein Hörgerät dank ausgeklügelter Software gezielt auf die Hörprobleme eines Menschen abstimmen.

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