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Italien prognostiziert eine düstere Zukunft

Die Regierung Berlusconi hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der kommenden Jahre gesenkt. Das ehemalige Sorgenkind Irland wartet dafür mit überraschend positiven Zahlen auf.

Ein weiterer Schlag für die italienische Regierung: Silvio Berlusconi senkt die Wirtschaftsprognose für die kommenden Jahre.
Ein weiterer Schlag für die italienische Regierung: Silvio Berlusconi senkt die Wirtschaftsprognose für die kommenden Jahre.
Keystone

Die italienische Regierung hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum deutlich zurückgeschraubt. Für dieses Jahr werde ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent statt wie bisher von 1,1 Prozent erwartet, teilte das Finanzministerium mit.

Für kommendes Jahr geht das Ministerium von einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 0,6 Prozent (bislang 1,3 Prozent) aus, für das Jahr 2013 von 0,9 Prozent (1,5 Prozent) und für das Jahr 2014 von 1,2 Prozent (1,6 Prozent).

Optimistischer als IWF

Die Prognosen Roms sind optimistischer als die veröffentlichte Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF rechnet mit einem Wachstum von 0,6 Prozent in diesem Jahr und von lediglich 0,3 Prozent im kommenden Jahr.

Der vergangene Woche verabschiedete Sparplan der Regierung werde trotz der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Ziel eines ausgeglichenen Haushalts bis 2013 führen, erklärte das Finanzministerium.

Märkte trauen Silvio Berlusconi nicht

Das Haushaltsdefizit könne von 3,9 BIP-Prozent im laufenden Jahr auf 1,6 Prozent 2012 gesenkt werden. 2013 werde es 0,1 Prozent betragen. Einen Überschuss von 0,2 Prozent erwartet die Regierung im Jahr 2014. Die Staatsschulden sollen in diesem Jahr zunächst auf 120,6 Prozent steigen, bevor sie 2012 auf 119,5 Prozent zurückgehen sollen.

Trotz des 54,2 Milliarden Euro schweren Sparpakets und des Versprechens eines ausgeglichenen Haushalts vertrauen die Märkte der Regierung von Silvio Berlusconi nicht.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte in der Nacht zum Dienstag die langfristige Bonität für die drittgrösste Wirtschaft der Euro-Zone von der Note «A+» auf «A» herabgestuft.

SDA/pbe

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