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Japan stockt IWF-Mittel kräftig auf

Japan zahlt zusätzliche 60 Milliarden in den IWF ein. Dessen Chefin Christine Lagarde hofft nun, dass andere Länder dem Beispiel folgen.

Freut sich über den Zustupf: IWF-Chefin Christine Lagarde. (12. April 2012)
Freut sich über den Zustupf: IWF-Chefin Christine Lagarde. (12. April 2012)
Keystone

Japan will die Schuldenkrise in Europa mit zusätzlichen Mitteln im Internationalen Währungsfonds (IWF) bekämpfen. Der zweitgrösste Beitragszahler des IWF beschloss einen Zuschuss von 60 Milliarden Dollar, wie Finanzminister Jun Azumi heute bekannt gab.

Damit solle verhindert werden, dass die Krise in Europa die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Es sei der grösste Beitrag unter aussereuropäischen Ländern, sagte Azumi. Viele Staaten dürften nun nachziehen, zeigte er sich zuversichtlich.

USA lehnten zusätzliche Zahlungen ab

Der IWF hatte im Januar eine Erhöhung seines Budgets um 600 Milliarden Dollar vorgeschlagen, von denen er dann 500 Milliarden Dollar verleihen könnte. Die Eurozone hatte bereits im Dezember zusätzlich rund 198 Milliarden Dollar zugesagt.

Die USA, vor Japan der grösste Einzelgeldgeber, lehnten zusätzliche Zahlungen zuletzt ab. Mit Spannung werden nun Reaktionen aus China und anderen Schwellenländern erwartet.

IWF-Chefin Christine Lagarde begrüsste die Ankündigung als «wichtigen Schritt» und rief die anderen Mitglieder des Fonds auf, dem Beispiel Japans zu folgen.

Nicht allein auf Sparpolitik setzen

In einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» äusserte sich Lagarde auch zu Spanien: Dort seien Fortschritte bei Reformen und bei der Haushaltskonsolidierung zu beobachten. Diese müssten aber fortgesetzt werden.

Sie warnt zugleich davor, allein auf Sparpolitik zu setzen. Nötig sei «eine stetige und fiskalisch dauerhafte Anstrengung, die genügend Raum für Budget-neutrale Wachstumsimpulse lässt», so Lagarde. Die Anleger seien derzeit besorgt, dass das Wachstum im Land nicht stark genug sei.

SDA/rbi

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