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Norwegen wird zur Batterie Nordwesteuropas

In Norwegen wird Realität, was auch der Schweizer Stromwirtschaft vorschwebt. Man speichert überschüssigen Alternativstrom in Stauseen. Heute gabs grünes Licht für ein zentrales Element.

Einer der vielen Wasserspeicher in Norwegen: Staumauer am Stausee Blåsjø.
Einer der vielen Wasserspeicher in Norwegen: Staumauer am Stausee Blåsjø.

Der Weg für den Bau einer Stromverbindung unter dem Meer zwischen Deutschland und Norwegen ist frei. Die norwegische Regierung habe am Montag die Lizenzen für den Bau des Kabels namens Nordlink vergeben, teilte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit. Auf deutscher Seite lägen die nötigen Genehmigungen bereits vor. Die Stromverbindung werde zu mehr Versorgungssicherheit auf beiden Seiten beitragen, erklärte Gabriel. Sie ermögliche den Austausch erneuerbarer Energien, insbesondere von Wasser- und Windkraft.

Das Seekabel soll etwa 620 Kilometer lang sein und bis 2018/2019 fertiggestellt sein. Mit seiner Hilfe soll deutscher Windstrom in norwegischen Wasserkraftwerken gespeichert werden können. Alternativ kann es den dort erzeugten überschüssigen Strom nach Süden leiten. Die Zwischenspeicherung regenerativ erzeugter Energie ist eines der grossen Probleme der deutschen Energiewende.

Norwegen baut noch ein weiteres Seekabel, das nach Grossbritannien führen soll. Diese Verbindung mit dem Namen North Sea Network (NSN) soll spätestens 2020 in Betrieb genommen werden. Deutschland und Grossbritannien könnten nach der Fertigstellung der beiden Leitungen Strom aus Windkraft nach Norwegen verkaufen; Norwegen wiederum könne Strom aus Wasserkraft in die beiden Länder leiten, erklärte EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Dies helfe «enorm», erneuerbare Energien in Nordwesteuropa zu integrieren.

AFP/cpm

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