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Ölpreis vor wichtigem Opec-Meeting im Keller

Seit über vier Jahren war Erdöl nicht mehr so günstig wie zurzeit. Heute berät das Ölkartell Opec über eine Verknappung des Angebots.

Der Ölpreis ist seit dem Sommer um rund 30 Prozent gesunken: Ein Auto wird aufgetankt. (17. November 2014)
Der Ölpreis ist seit dem Sommer um rund 30 Prozent gesunken: Ein Auto wird aufgetankt. (17. November 2014)
Reuters

Vor der entscheidenden Sitzung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist der Ölpreis weiter gefallen. An der Börse in New York fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte «Light Sweet Crude» am Mittwoch um 40 Cent auf 73,69 Dollar (59 Euro). Das ist der tiefste Stand seit September 2010. In London gab der Preis für ein Barrel der Sorte Brent um 58 Cent auf 77,75 Dollar nach.

Der Ölpreis ist seit dem Sommer um rund 30 Prozent gesunken. Die Opec-Staaten beraten heute in Wien darüber, ob sie die festgelegte Fördermenge von 30 Millionen Barrel pro Tag reduzieren wollen. Dadurch würde sich das Angebot verknappen und der Preis könnte steigen.

«Starke» Botschaft gefragt

Der Markt sei «unter Druck», weil Beobachter nach zahlreichen Äusserungen von Opec-Mitgliedern davon ausgingen, dass das Kartell sich nicht auf eine Absenkung der Fördermenge einige, sagte Analyst Andy Lipow. Wenn die Opec den Status quo beibehalte, könnte der Ölpreis weiter fallen. Nur eine «starke» Botschaft, die auch von Saudiarabien unterstützt werde, könne dafür sorgen, dass der Preis wieder die 80-Dollar-Marke übersteige.

Der Opec gehören zwölf Länder an. Einige von ihnen - darunter Venezuela und der Iran - fordern eine Absenkung der Ölförderung. Denn mit dem sinkenden Ölpreis schmelzen auch ihre Staatseinnahmen zusammen. Die Opec-Mitglieder aus den Golfstaaten, allen voran Saudiarabien, lehnen dies aber ab.

AFP/thu

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