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Positivere Erwartung für Schweizer Wirtschaft

Es soll aufwärts gehen mit der Schweizer Wirtschaft, und mit den Preisen. Davon gehen Analysten der Credit Suisse aus. Die OECD-Prognose für die Weltwirtschaft ist weniger positiv.

Die Konjunktur-Prognosen für die Schweiz werden besser: Börsenkurs. (Archivbild)
Die Konjunktur-Prognosen für die Schweiz werden besser: Börsenkurs. (Archivbild)
Keystone

Finanzanalysten beurteilen die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz etwas positiver als noch im August. Der ZEW-Indikator, der die Erwartungen für die nächsten sechs Monate anzeigt, ist im September angestiegen. Die Unsicherheit ist jedoch hoch.

Der Indikator erhöhte sich von 5,9 im August auf 9,7 Punkte im September. Damit ist der von der Credit Suisse und dem Zentrum für Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index auf den höchsten Stand seit März 2014 gestiegen. Das Spektrum der Erwartungen und damit auch die Ungewissheit der Prognose ist jedoch hoch. So erwartet ein Drittel der Finanzanalysten eine Verbesserung, ein Viertel eine Verschlechterung der Konjunktur in der Schweiz.

Anziehende Teuerung erwartet

Einigkeit herrscht bei den Analysten bei der Preisentwicklung. So gehen sie sowohl in der Schweiz wie auch in den USA und der Eurozone von steigenden Preisen aus. Auffällig sei, dass in allen Fällen kein einziger der Befragten eine fallende Inflationsrate erwartet, heisst es in der Mitteilung. Dies könnte laut CS mit der Erwartung steigender oder zumindest stabiler Ölpreise zusammenhängen.

Im Fall des starken Frankens geht eine Mehrheit von einer Abwertung aus. So erwarten 60 Prozent respektive 34 Prozent der Befragten, dass der Franken gegenüber dem Dollar respektive dem Euro schwächer wird.

OECD senkt Prognose für Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft verliert der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) zufolge wegen der Schwäche Chinas und anderer Schwellenländer an Schwung. Die Industriestaaten-Organisation senkte am Mittwoch ihre Prognose für das Wachstum des globalen Bruttoinlandproduktes in diesem Jahr von 3,1 auf 3,0 Prozent und für 2016 von 3,8 auf 3,6 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft wird laut OECD ebenso wie die Eurozone in diesem Jahr um 1,6 Prozent wachsen. Für 2016 wurde die Prognose für Deutschland von 2,4 auf 2,0 Prozent gesenkt, für die Währungsunion von 2,1 auf 1,9 Prozent. «Das Tempo der Erholung in der Euro-Zone ist enttäuschend angesichts der vielen günstigen Faktoren», so Mann in Anspielung auf sinkende Ölpreise und historisch niedrige Zinsen.

OECD wünscht US-Leitzins-Erhöhung

Für die USA erwartet die OECD in diesem Jahr ein Plus von 2,4 Prozent, das 2016 noch auf 2,6 Prozent steigen soll. Die Organisation hält angesichts der guten Konjunktur höhere Zinsen in der weltgrössten Volkswirtschaft für notwendig. «Steigende Zinsen würden jetzt Unsicherheit aus den Märkten lassen», sagte Mann der Nachrichtenagentur Reuters. Der Zeitpunkt für die erste Erhöhung ändere wenig am Ergebnis, das Tempo sei vor allem wichtig. Hier plädiert die OECD für eine allmähliche Straffung.

Die US-Notenbank Fed könnte am Donnerstag ihre erste Leitzinserhöhung seit fast einem Jahrzehnt beschliessen. Es wird befürchtet, dass dann Milliarden aus Schwellenländern abgezogen werden und Anleger verstärkt in den USA investieren. Das würde den Dollar aufwerten und die Währungen der Schwellenländer weiter belasten.

(SDA)

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