Zum Hauptinhalt springen

Schäuble: Euro würde Athens Austritt verkraften

Ein Ausscheiden von Griechenland aus der Eurozone wäre laut Wolfgang Schäuble keine Katastrophe. Den Forderungen nach kreditfinanziertem Wachstum erteilt der deutsche Bundesfinanzminister eine Absage.

«Haben in den letzten zwei Jahren viel gelernt»: Wolfgang Schäuble an einem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. (2. Mai 2012)
«Haben in den letzten zwei Jahren viel gelernt»: Wolfgang Schäuble an einem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. (2. Mai 2012)
Keystone

Die Eurozone ist nach Auffassung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble widerstandsfähiger als vor zwei Jahren. Auch ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum würde die Währungsgemeinschaft notfalls verkraften, sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post» laut Vorabbericht.

«Wir haben in den letzten zwei Jahren viel gelernt und Schutzmechanismen eingebaut.» Die Ansteckungsgefahren für andere Länder der Eurozone seien geringer geworden. «Die Vorstellung, dass wir nicht in der Lage wären, kurzfristig auf etwas Unvorhergesehenes zu reagieren, ist falsch», sagte Schäuble.

Kein Wachstum auf Pump

Schäuble bekräftigte sein Nein zu schuldenfinanzierten Wachstumsprogrammen für Europa. «Geld in die Hand zu nehmen, das man nicht hat, ist keine Wachstumspolitik, das ist der falsche Weg», sagte er dem Blatt. Darauf werde Berlin in den Verhandlungen über eine Wachstumsstrategie besonders achten.

Der designierte französische Präsident François Hollande hatte angekündigt, den Fiskalpakt nachverhandeln zu wollen, um eine Lockerung des Sparkurses in Europa durchzusetzen. Hollande fordert ein nachfragesteigerndes neues Ausgabenprogramm. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung ebenfalls einem «Wachstum auf Pump» eine Absage erteilt.

dapd/AFP/fko

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch