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Schwache Finanzwerte drücken Schweizer Börse

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch belastet von Kursverlusten der Finanzwerte nachgegeben. Dahinter stecken vor allem zwei Gründe.

Die Sorgen über eine schärfere Marktregulierung und die Bewältigung der EU-Schuldenkrise drückten auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Konkreter: In den USA will die Börsenaufsicht mit Einschränkungen für den Wertpapierhandel auf den drastischen Kursrutsch des Leitindex Dow Jones Anfang Mai reagieren und in Deutschland will Bundeskanzlerin Angela Merkel eine schärfere Regulierung der Finanzmärkte notfalls auch ohne internationale Abstimmung durchsetzen. Zudem wurden in Deutschland ungedeckte Leerverkäufe für bestimmte Finanzwerte verboten.

«Das schadet primär den Finanzwerten, dürfte aber auch Auswirkungen auf andere Sektoren und den Finanzplatz Europa haben», sagte ein Händler. Der SMI fiel um 1,6 Prozent auf 6369 Punkte. Der breite SPI büsste ebenfalls 1,6 Prozent auf 5622 Zähler ein.

Auch Versicherungen tauchen

Die Aktien der Grossbanken, die schon in den USA unter die Räder geraten waren, büssten weiter Terrain ein. Credit Suisse verloren 3,6 Prozent und UBS schwächten sich um 2,9 Prozent ab. Aber auch die Anteilsscheine der Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel oder der Versicherungen Zurich, Swiss Re und Swiss Life fielen kräftig.

Die als defensiv eingestuften Pharmatitel Novartis und Roche sowie Lebensmittelwert Nestlé konnten sich dem negativen Trend ebenfalls nicht entziehen. Novartis sanken um 1,2 Prozent. Novartis drohen Bussen und Entschädigungszahlungen von bis zu 285 Millionen Dollar zu, nachdem ein New Yorker Gericht den Konzern wegen Diskriminierung von Frauen verurteilt hat.

SDA/sam

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