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Schweizer Exporte nach Russland brechen ein

Die Krise in Russland macht den Schweizer Unternehmen zu schaffen. Im November kam es zum grossen Einbruch.

Gehört nicht zu den wichtigsten Abnehmern Schweizer Güter: Nur etwa 1,5 Prozent der Ausfuhren gehen nach Russland.
Gehört nicht zu den wichtigsten Abnehmern Schweizer Güter: Nur etwa 1,5 Prozent der Ausfuhren gehen nach Russland.
Keystone

Im November sind die Exporte aus der Schweiz nach Russland im Vergleich zum Vorjahr um über ein Drittel (minus 35,8 Prozent) gesunken. Dieser Einbruch ist überraschend stark. Noch im Oktober wurde ein Plus von 6 Prozent verzeichnet. Seit Anfang Jahr kam es insgesamt zu einem Rückgang von 5,3 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Mit Ausfuhren von 255 Millionen Franken im November gehört Russland nicht zu den Spitzenabnehmern Schweizer Güter. Knapp 1,5 Prozent der Exporte gehen nach Russland.

Insgesamt stabil

Der Schweizer Aussenhandel konnte denn insgesamt auch der weiterhin schwachen Wirtschaftsentwicklung in Europa trotzen. Im November sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent. Allerdings zählte der diesjährige November einen Arbeitstag weniger. Wird der fehlende Arbeitstag berücksichtigt, erhöhten sich die Exporte in diesem November um 4,7 Prozent beziehungsweise teuerungsbereinigt um 1,9 Prozent auf 18,1 Milliarden Franken.

Die Importe reduzierten sich um 11,4 Prozent (teuerungsbereinigt –12,1 Prozent) auf 14,2 Milliarden Franken. Arbeitstagsbereinigt betrug das Minus 7 Prozent. Die Nachfrage sank bei allen wichtigen Importprodukten, am stärksten bei den Energieträgern. Hier war der Rückgang aber zur Hälfte auf die Preise zurückzuführen.

Weniger Uhren und Maschinen

Von den zehn Exportbranchen erhöhten sich die Ausfuhren bei den Bijouterie- und Juwelierwaren aufgrund von gestiegenen Preisen am kräftigsten (12, 9 Prozent). Weniger Ausfuhren verzeichneten unter anderem die Uhrenindustrie sowie die Maschinen- und Elektroindustrie (je rund –4 Prozent). Arbeitstagsbereinigt konnten mit Ausnahme der Papier- und grafischen Industrie alle Exportbranchen zulegen.

Mehr verkaufen konnten die Schweizer Unternehmen insbesondere nach Nordamerika (10 Prozent) und in die weniger wichtigeren Exportregionen Afrika (17 Prozent) und Lateinamerika (3 Prozent). Der Absatz nach Asien stagnierte, insbesondere wegen der schwächeren Verkäufe in China, Hongkong und Japan.

Die Exporte nach Europa sanken um drei Prozent (in die EU um –2 Prozent). Im wichtigsten Exportland Deutschland verzeichneten die Schweizer Exporteure ein Plus von 4 Prozent.

SDA/ldc

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