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Schweizer Wirtschaft schaltet einen Gang höher

Gewerbe, Handel, Dienstleistungen für Unternehmen und Gesundheitswesen treiben das Wirtschaftswachstum an. Zwei Sektoren bremsten im dritten Quartal allerdings.

Das verarbeitende Gewerbe konnte von Juli bis September 2,2 Prozent zulegen: Ein Arbeiter bearbeitet eine Maschine. (8. November 2017)
Das verarbeitende Gewerbe konnte von Juli bis September 2,2 Prozent zulegen: Ein Arbeiter bearbeitet eine Maschine. (8. November 2017)
Gaetan Bally, Keystone

Die Schweizer Wirtschaft hat im dritten Quartal an Fahrt aufgenommen. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) wuchs um 0,6 Prozent. Das liegt im Rahmen der Erwartungen von Ökonomen.

Insbesondere das verarbeitende Gewerbe konnte stark zulegen. Es wuchs mit 2,2 Prozent noch stärker als im Vorquartal. Aber auch der Handel, die unternehmensnahen Dienstleistungen und das Gesundheitswesen trugen zum Wachstum bei, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Das Baugewerbe und der Finanzsektor hingegen bremsten die Wirtschaft, da ihre Wertschöpfung leicht rückläufig war.

Starke Ausrüstungsinvestitionen

Auf der Verwendungsseite des BIP zeigte sich, dass der private Konsum eine Wachstumsstütze war. Er legte mit 0,4 Prozent ähnlich stark zu wie im langfristigen Mittel. Der Staatskonsum fiel mit 0,5 Prozent ebenfalls durchschnittlich aus. Die Ausrüstungsinvestitionen hätten mit 0,9 Prozent das leicht überdurchschnittliche Expansionstempo des Vorquartals fortgesetzt.

Gegenüber dem Vorjahresquartal legte die Wirtschaftsleistung von Juli bis September um 1,2 Prozent zu. Damit schlagen sich nun die positiven Konjunkturindikatoren in den Wachstumszahlen nieder.

Zweites Quartal stärker als zuvor gemeldet

Noch im zweiten Quartal hatte das geschätzte Wachstum von lediglich 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal die Experten auf dem falschen Fuss erwischt. Sie hatten mehr erwartet und mussten in der Folge ihre Wachstumsprognosen fürs Gesamtjahr nach unten korrigieren. Das Seco selbst rechnet neu noch mit einem Wachstum von 0,9 Prozent nach zuvor 1,4 Prozent.

Mit den aktuellsten Zahlen zeigt sich jedoch auch das zweite Quartal in etwas besserem Licht: Das Seco hat das Wachstum auf 0,4 Prozent revidiert.

SDA/rub

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