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Schweizer Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Die Wirtschaftsexperten der ETH Zürich prophezeien für die Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr ein unerwartet gutes Wachstum. Auch die Konsumenten dürfen sich freuen: Die Preise sinken.

Die Wirtschaftsexperten blicken wieder optimistischer in die Zukunft: Die Schweizer Wirtschaft werde im laufenden Jahr um 1,0 Prozent wachsen. Das prognostizieren Ökonomen in einer Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF). Damit korrigieren sie ihre Prognose deutlich nach oben: Noch im März erwarteten sie ein Wachstum von nur 0,4 Prozent fürs nächste Jahr.

Für 2013 erwarten die Ökonomen unverändert ein BIP-Wachstum von 1,5 Prozent, wie die KOF heute bekannt gab. Die Lage am Arbeitsmarkt beurteilten die 18 befragten Experten und Forschungsstellen ebenfalls leicht positiver als noch im März: Sie rechnen im Schnitt mit einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent im laufenden Jahr.

Die Preise sinken

Die Preise dürften nach Ansicht der Wirtschaftsexperten um 0,3 Prozent sinken. Die deflationären Tendenzen haben demnach zugenommen. In der März-Prognose war noch von einem Rückgang um 0,1 Prozent die Rede gewesen. Für 2013 gehen die Experten hingegen unverändert von einer Inflation von 0,8 Prozent aus.

Die Prognose nach oben korrigiert haben die Ökonomen bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen: Sie gehen neu von einem Wachstum von 1,5 Prozent aus - ein halbes Prozent mehr als erwartet.

Der Franken bleibt stark

Noch immer zurückhaltend beurteilen die Experten hingegen die Entwicklung der Exporte: Für das laufende Jahr gehen sie von einem Anstieg von 0,7 Prozent aus; im März hatten sie mit einem kleineren Plus von 0,6 Prozent gerechnet.

Der starke Franken wird die Schweizer Exportwirtschaft weiterhin belasten: Die Experten erwarten an der Währungsfront kaum Veränderungen. In drei Monaten dürfte ein Euro 1,21 Fr. kosten, in einem Jahr 1,22 Franken.

Im März hatten die Ökonomen noch mit einem leicht schwächeren Franken gerechnet: Die Voraussagen hatten bei 1,22 Franken in drei Monaten und 1,24 Franken in zwölf Monaten gelegen. Der Dollarkurs wird sich laut Prognose gegenüber dem Franken kaum verändern: Die Experten rechnen damit, dass ein Dollar sowohl in drei als auch in zwölf Monaten 0,96 Franken kosten wird.

Börse dürfte zulegen

Optimistisch sind die Wirtschaftsauguren, was die Entwicklung der Schweizer Börse betrifft: Der Swiss Performance Index (SPI) dürfte in einem Jahr bei rund 5750 Punkten liegen. Dies entspräche einem Plus von fast 8 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag.

An den historisch tiefen Zinsen wird sich nach Einschätzung der Experten dagegen nicht so schnell etwas ändern. Für die kurzfristigen Zinsen erwarten die Ökonomen wie bei der letzten Umfrage einen Wert von 0,1 Prozent in drei und 0,2 Prozent in zwölf Monaten.

Leicht nach unten korrigierten die Experten hingegen ihre Prognose für die langfristigen Zinsen: Für den Kassazins der 10- jährigen Bundesanleihen rechnen sie neu mit 0,7 Prozent in drei Monaten und 1,2 Prozent in zwölf Monaten.

SDA/ses/mrs

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