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UBS legt vier Prozent zu – SMI deutlich im Plus

Die Schweizer Börse drehte nach einem negativen Handelsbeginn deutlich ins Plus. Der Nikkei hingegen schloss so tief wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Grund: Angst vor einer weltweiten Rezession.

Die Anleger können sich offenbar nicht so recht entscheiden, ob sie nach dem Abgang von UBS-Chef Oswald Grübel die Aktie der Grossbank kaufen wollen oder nicht. Der Kurs eröffnete unter zehn Franken, drehte dann aber deutlich ins Plus.

Um 12.03 Uhr lag der Kurs bei 10,57 Franken, 4,45 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag, als Grübels Rücktritt noch nicht bekannt gewesen war. Die Aktie der Konkurrentin Credit Suisse lag aber sogar 6,16 Prozent im Plus. Der Grosskonzerne-Index SMI zeigte 1,92 Prozent mehr an als am Freitagabend.

Meinungen gehen auseinander

Laut Analysten gehen die Meinungen nach Grübels Abgang auseinander. Weil Grübel die Bank saniert hat, könnten einige sehr enttäuscht sein über seinen Rücktritt: So befürchtet die US-Bank JP Morgan eine Phase der Unsicherheit nach dem Ausscheiden des starken Mannes, zumal die Schuldenkrise den Banken derzeit zusetzt.

Das japanische Finanzhaus Nomura schätzt hingegen, der Wechsel könnte dem Aktienkurs einen gewissen Schub geben. Sollte der neue UBS-Chef Sergio Ermotti die Investmentbank tatsächlich verkleinern, würde auch Kapital frei. Die Zürcher Kantonalbank geht aber davon aus, dass der Umbau der UBS nicht so leicht werde.

Nikkei-Index abgesackt

Die Aktienmärkte in Asien haben die Handelswoche mit deutlichen Einbussen begonnen. In Tokio schloss der Nikkei-Index so tief wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Fast alle Börsen der Region handelten sich Abschläge von mehr als zwei Prozent ein.

Bei den Anlegern verstärkten sich die Befürchtungen, dass die Politiker der Euro-Zone nicht entschlossen genug gegen die Schuldenkrise vorgehen könnten. In Tokio begründeten Händler die Verluste zudem damit, dass der Markt nach dem verlängerten Wochenende nun den starken Einbussen an der Wall Street in der vergangenen Woche folge.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 2,2 Prozent im Minus bei 8374 Zählern. Das ist der tiefste Stand seit April 2009. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,1 Prozent auf 728 Punkte.

Hang-Seng-Index abgesackt

Mit einem Minus von drei Prozent zeigte der Hongkonger Hang-Seng-Index besonders deutlich nach unten. In Singapur, Taiwan, Südkorea und Shanghai gingen die Börsen ebenfalls auf Talfahrt.

Gleichzeitig sank auch der Ölpreis deutlich, was vor allem japanische Handelshäuser zu spüren bekamen. Der Aktienkurs von Mitsui gab 5,9 Prozent nach, jener von Mitsubishi Corp büsste sogar 7,9 Prozent ein. Die Aussicht auf eine möglicherweise sinkende Nachfrage machte auch Fanuc zu schaffen. Der Roboter-Hersteller verlor 3,6 Prozent an Börsenwert.

In Hongkong musste Chinas zweitgrösster Versicherer, Ping An, den prozentual grössten Abschlag an einem Tag seit drei Jahren hinnehmen. Ping-An-Papiere stürzten mehr als 13 Prozent ab. Ein solches Minus gab es zuletzt im Oktober 2008, kurz nach der Lehman- Pleite. Der Grund sei ihnen unbekannt, erklärten Ping-An-Manager.

Silberpreis sackt ab

Der Goldpreis ist heute erstmals seit Mitte Juli wieder unter die Marke von 1600 Dollar je Feinunze (rund 31 Gramm) gefallen. Gegen 7.54 Uhr kostete das Edelmetall 1,584,77 Dollar (1,183 Euro). Das waren 4,4 Prozent weniger als am Freitag in New York, als noch 1,657,20 Dollar bezahlt worden waren. Auch der Silberpreis stand unter Druck. Er verringert sich um mehr als 15 Prozent auf 26,13 Dollar.

Im Handel wird zur Begründung der Abschläge darauf verwiesen, dass Anleger angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten Edelmetallbestände verkauften und es vorzögen, direkt in Dollar als sicheren Hafen zu investieren. Der steigende Dollar sorge wiederum für Druck auf die Edelmetallpreise.

dapd/mrs

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