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US-Wirtschaft wächst mit fast 4 Prozent

Die Wirtschaft in den USA ist besser in Fahrt als gedacht: Die Konsumenten sind spendierfreudiger und die Unternehmen investierten im dritten Quartal sogar 7,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Ausgaben Privater stiegen im letzten Quartal um 2,2 Prozent: Shopping am Times Square in New York. (21. November 2014)
Die Ausgaben Privater stiegen im letzten Quartal um 2,2 Prozent: Shopping am Times Square in New York. (21. November 2014)
Jewel Samad, AFP

Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal noch stärker zugelegt als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten wuchs von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet um 3,9 Prozent und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich, wie das Handelsministerium in Washington am Dienstag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In seiner ersten Schätzung Ende Oktober war das Ministerium noch von einem Wachstum von 3,5 Prozent ausgegangen.

Für die robusten Wachstumszahlen ist vor allem die Konsumlaune der Verbraucher verantwortlich. Die Ausgaben der Privathaushalte, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen, stiegen im vergangenen Quartal um 2,2 Prozent (statt 1,8 Prozent). Bei den Investitionen der Unternehmen korrigierte das Ministerium das Wachstum von 5,5 Prozent auf 7,1 Prozent nach oben.

Im Frühjahr lag das Plus bei 4,6 Prozent. Zwei so starke Quartale in Folge hat es seit 2003 nicht mehr gegeben. Im ersten Quartal war wegen des harten Winters noch ein Minus von 2,1 Prozent verzeichnet worden.

Noch höheres Wachstum erwartet

Die US-Regierung zeigte sich sehr zufrieden mit der neuen Schätzung. «Die jüngsten Daten heben hervor, dass die USA die globale Wirtschaft weiter anführen», teilte das Weisse Haus mit. Der starke Arbeitsmarkt, die Energiesicherheit und die niedrigen Gesundheitskosten seien gute Anzeichen für die weitere Entwicklung.

Gemäss OECD wird die weltgrösste Volkswirtschaft noch an Fahrt gewinnen. Sie dürfte in diesem Jahr um 2,2 Prozent wachsen, 2015 und 2016 sogar um jeweils rund drei Prozent.

Die guten Werte könnten die US-Notenbank in ihrer Absicht bestärken, bald die Leitzinsen anzuheben. Es wäre die erste Erhöhung seit 2006. Seit 2008 liegen sie auf einem historischen Tief knapp über null Prozent. Experten rechnen damit, dass die erste Anhebung Mitte kommenden Jahres erfolgt.

AFP/rub

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