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«Von einer Krise kann keine Rede sein»

Angestellte Schweiz betont, dass die Schweizer Industrie dank der Flexibilität der Arbeitnehmer gut aufgestellt sei. Im Gegenzug fordert sie Lohnerhöhungen und zwei weitere steuerliche Massnahmen.

Die Arbeitnehmerorganisation «Angestellte Schweiz» fordert für die Beschäftigten der Maschinen- und Metallindustrie (MEM) sowie jene der Chemiebetriebe 2012 eine Lohnerhöhung um 1,5 Prozent. Die Beschäftigten der Pharmaindustrie sollen 2 Prozent mehr Lohn bekommen. Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz, betonte vor den Medien in Zürich, Chemie-, Pharma- und Metallindustrie-Unternehmen seien gut aufgestellt. «Von einer Krise kann keine Rede sein», sagte er.

Das sei das Verdienst der Angestellten, die nun auch für ihren grossen Einsatz und ihre Flexibilität belohnt werden sollten. Dabei seien die Angestellten Schweiz bereit, ihre Lohnforderungen an den unterschiedlichen Geschäftsgang der einzelnen Branchen und der betreffenden Unternehmen anzupassen.

Der Verband sei deshalb «auch offen für die aktuelle Diskussion um die Arbeitszeitverlängerung». Allerdings dürfe diese nicht allgemein eingesetzt werden, sondern nur dort, wo sie absolut notwendig sei, um Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. Lohnkürzungen kämen in diesem Zusammenhang nicht in Frage.

Forderung nach nationaler Erbschaftssteuer

Zusätzlich zu den Lohnsteigerungen 2012 verlangen die Angestellten Schweiz die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer und die Verschärfung der Pauschalbesteuerung. Die so erzielten Einnahmen sollten es dem Staat ermöglichen, die Steuern für den Mittelstand zu senken. Die Angestellten Schweiz vertreten rund 24'000 Mitglieder, die in der Maschinen-, Elektro-, Metall- sowie der Pharma- und Chemieindustrie arbeiten. Nach eigenen Angaben ist der Verband die stärkste Arbeitnehmerorganisation in diesen Branchen.

SDA/jak

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