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Warum Fitch Griechenland herabstufen will

Nach dem Beschluss aus Brüssel kündigt die Ratingagentur an, die Staatsanleihen herunterzustufen. Das ist wenig überraschend.

Fitch schluckt die «freiwillige Bankenbeteiligung» am Rettungspaket für Griechenland nicht: Die Büros der Ratingagentur Fitch (rechts) in London. (29. April 2010)
Fitch schluckt die «freiwillige Bankenbeteiligung» am Rettungspaket für Griechenland nicht: Die Büros der Ratingagentur Fitch (rechts) in London. (29. April 2010)
Keystone

Die Ratingagentur Fitch wird die griechischen Staatsanleihen mit Default bewerten, falls sich die Banken tatsächlich an dem Hilfspaket für Griechenland beteiligen. Das kündigte die Londoner Agentur soeben in einer Mitteilung an.

Deutsche Nachrichtenagenturen hatten zuvor fälschlicherweise berichtet, die Herabstufung erfolge per sofort. Dies hätte bedeutet, dass Fitch tatsächlich an die Ankündigung aus Brüssel glaubt. Die Euro-Regierungschefs haben dort gestern verkündet, der Bankensektor werde dem griechischen Staat Schulden im Umfang von zunächst 37 Millionen Euro stunden. Das bedeutet nach den Kriterien von Fitch einen Zahlungsausfall – ob dieser Ausfall freiwillig erfolgt oder nicht, spielt laut einem Fitch-Sprecher keine Rolle.

Eine neue Chance

In ihrer Mitteilung macht die Ratingagentur gleichzeitig klar, dass sie die in Brüssel vorgestellte Lösung begrüsst. «Die Beschlüsse der Euro-Regierungschef sind ein wichtiger und positiver Schritt hin zu mehr finanzieller Stabilität in der Eurozone», heisst es in der Meldung. Das Rating der griechischen Staatsanleihen werde wieder angehoben, sobald die alten Schulden durch neue Schulden ersetzt werden.

Damit verhält sich Fitch so, wie es die Euro-Regierungschefs gehofft hatten: Die Ratingagentur stellt in Aussicht, dass die griechischen Anleihen nach einer so genannten Umschuldung wieder eine Chance erhalten.

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