Zum Hauptinhalt springen

Was ist bloss mit dem Dollar los?

Noch vor wenigen Wochen machte die starke US-Währung allen Angst. Nun erreicht der Dollar seinen tiefsten Stand seit zwei Jahren – zum Euro, aber auch zum Schweizer Franken.

Vom Comeback des Dollars wurde diesen Sommer geschrieben: vom neuen Erstarken des Greenbacks, dessen Status als globale Leitwährung durch die erstaunliche Dynamik und Robustheit der US-Wirtschaft erneut untermauert wurde. Bereits brachten sich die Märkte für die geldpolitische Straffung durch das Federal Reserve in Stellung und spekulierten auf eine Dollar-Aufwertung. Doch es kam anders. Seit Anfang September verlor der Dollar fünf Prozent seines Werts zum Euro. Heute Morgen erhielt man für einen Euro 1.3821 Dollar, so viel wie noch nie in den letzten zwei Jahren. 89 Rappen kostet der Dollar, so wenig wie seit 2011 nicht mehr.

Auf dem linken Fuss erwischt wurden die Händler erst durch das ausbleibende «Tapering», also durch die Weiterführung der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank. Dass das Fed weiter Geld in den Markt pumpen will, trieb den Euro gegenüber dem Greenback von 1.33 auf über 1.35 Dollar. Der Streit um die Anhebung der Schuldengrenze und der daraus resultierende Kompromiss liessen daraufhin den Kurs bis fast 1.37 steigen. Ein Viertelprozent Wachstum und 120'000 Jobs soll die zweiwöchige Lahmlegung der Verwaltung gekostet haben. Dass die Wirtschaft nach 193'000 Stellen im August nur noch 148'000 Stellen im September schuf, schwächte den Dollar um einen weiteren Cent.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.