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Wer in der Schweiz am meisten erfindet

Die Zahl der Patente aus der Schweiz sinkt. Doch die Eidgenossen sind die innovativsten Menschen der Welt. Das liegt vor allem an vier Konzernen.

Eine von Tausenden: Ein Mann präsentiert seine Erfindung, die Fondue-Box, an der Erfindermesse in Genf (2013).
Eine von Tausenden: Ein Mann präsentiert seine Erfindung, die Fondue-Box, an der Erfindermesse in Genf (2013).
Keystone

Das Europäische Patentamt (EPA) hat das zweite Jahr in Folge weniger Patentanmeldungen aus der Schweiz erhalten. Gemessen an der Einwohnerzahl bleibt die Schweiz aber das innovativste Land der Welt.

Gemäss einer Mitteilung des EPA wurden aus der Schweiz im Jahr 2014 auf eine Million Einwohner 848 Patente angemeldet. Damit ist die Schweiz nicht nur in Europa, sondern weltweit das patentaktivste Land.

In absoluten Zahlen gesehen, fällt die Schweiz aber weltweit vom 7. auf den 8. Platz und in Europa vom 3. auf den 4. Platz zurück. Verglichen mit 2013, erhielt das EPA im vergangenen Jahr 3,1 Prozent weniger Patentanmeldungen aus der Schweiz. Bereits im Vorjahr war die Zahl der Anmeldungen um 2 Prozent rückläufig.

Die grössten Patentanmelder aus der Schweiz waren:

  • ABB (Elektrotechnik): 450 Anmeldungen
  • Nestlé (Lebensmittel): 442 Anmeldungen
  • Roche (Pharma): 357 Anmeldungen
  • Novartis (Pharma): 323 Anmeldungen

Unter den Top 25 der Schweiz sind mit den ETH Zürich und Lausanne sowie der Universität Zürich auch drei Hochschulen zu finden. Insgesamt gingen aus der Schweiz beim EPA 7900 Anmeldungen ein.

Weltweit am meisten Patentanmeldungen kamen erneut aus den USA. Die Amerikaner steigerten das Volumen kräftig um 6,8 Prozent. Die Innovationskraft Japans nahm dagegen ab, mit einem Rückgang der Anmeldungen um 4,4 Prozent.

Japan hält sich aber nach wie vor auf Platz 2, gefolgt von Deutschland, von wo 0,8 Prozent weniger Patentanträge kamen. Die Deutschen bleiben damit aber die fleissigsten Erfinder in Europa. Einen regelrechten Innovationsschub verzeichnete China auf Platz 4. Das Land hat gegenüber dem Vorjahr 18,2 Prozent mehr Patente angemeldet.

Samsung nach wie vor am innovativsten

Samsung, der langjährige Spitzenreiter bei den Patentanmeldungen, konnte seine Vormachtstellungen auch 2014 halten. Der südkoreanische Mischkonzern meldete 2541 Patente an. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen mit Philips und Siemens zwei europäische Konzerne. Mit insgesamt fünf Unternehmen in den Top Ten behauptet Europa seine Bedeutung als wichtiger Technologie- und Innovationsstandort.

Das verdeutlicht auch die Zahl von insgesamt 274'000 Patentanmeldungen in Europa. Laut dem Europäischen Patentamt ist das ein Rekordwert. Die Nachfrage nach Patentschutz in Europa sei nun schon das fünfte Jahr in Folge gestiegen, wird EPA-Präsident Benoît Battistelli in der Mitteilung zitiert.

SDA/spu

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