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Wer stoppt die Ölschwemme?

Der Preis für das schwarze Gold fällt kontinuierlich. Aber kein Land scheint seine Erdölproduktion drosseln zu wollen. Die Übersicht.

Tag für Tag erreicht der Ölpreis neue Tiefststände. Aktuell liegt er bei 84 Dollar, damit ist der Energierohstoff bereits 25 Prozent günstiger als im Juni und so billig wie letztmals vor vier Jahren. Beobachter sind alles andere als sicher, ob die Talsohle damit erreicht ist. «Es gibt ein gigantisches Ungleichgewicht», sagt Anthony Lerner, Rohstoffspezialist beim Broker R. J. O'Brien in New York, zum «Wall Street Journal», «es gibt keinen Grund, dass das aufhört, solange sich nichts anbahnt, was die Gleichung ändert.»

Angesprochen ist das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt. Die Nachfrage ist schwach – aus konjunkturellen Gründen, aber auch weil die Industrieländer mehr und mehr auf energiesparende Technologien setzen. Die Internationale Energieagentur veranschlagt die Nachfrage derzeit auf 92,4 Millionen Fass pro Tag, wie aus dem jüngsten Ölmarktbericht hervorgeht. Ein schwaches Wachstum wird vorausgesagt. Die Septemberproduktion betrug demgegenüber täglich 93,8 Millionen Fass. Anders als bei der Nachfrage, deutet hier nichts auf eine Mässigung hin.

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