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Wird China zum Retter in der Not?

Die Regierung in Peking betrachtet eine Lösung der Euro-Schuldenkrise als zentral für die eigenen Interessen. Das Land mit den grössten Währungsreserven bietet den Kauf europäischer Staatsanleihen an.

Engagiert sich zunehmend in Europa: Chinas Präsident Hu Jintao.
Engagiert sich zunehmend in Europa: Chinas Präsident Hu Jintao.
Keystone

China blickt mit Sorge auf die Entwicklung der Eurozone und hofft auf eine rasche Erholung seines wichtigsten Handelspartners. China habe angeboten, europäische Staatsanleihen zu kaufen und den Import europäischer Waren zu verstärken, erklärte die stellvertretende Aussenministerin Fu Ying. Dies komme beiden Seiten zugute.

Die Regierung habe gemäss Fu Ying mit dem Ankauf europäischer Schuldtitel bereits versucht zu helfen. China hält mit über 2,129 Billionen Euro so viel ausländische Währungsreserven wie kein anderes Land - schätzungsweise ein Viertel davon in Euro.

Wen Jiabao besucht Europa

Die Ministerin zeigte sich jedoch auch besorgt und erklärte, es sei für China von grosser Bedeutung, dass die unter Druck stehenden Euro-Länder ihre Schwierigkeiten überwänden. Ende Juni wird Ministerpräsident Wen Jiabao Ungarn, Grossbritannien und Deutschland bereisen.

Angesichts des drohenden Staatsbankrotts in Griechenland wird Wens Besuch an den Finanzmärkten genau beobachtet, ob und in welcher Höhe China weitere Staatsanleihen strauchelnder Euro-Länder übernimmt. Die Pekinger Führung hat sich auch in Griechenland engagiert, über den Umfang aber bisher geschwiegen.

dapd/jak

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