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Wo die Arbeitslosigkeit am höchsten ist

Im Euroraum hat die Arbeitslosigkeit zugenommen: Jeder Zehnte hat keine Stelle. In manchen Ländern ist gar jeder Fünfte ohne Erwerb. Die OECD erwartet zudem nur noch ein geringes Wirtschaftswachstum.

Die Wirtschaft in der Eurozone wird sich nach Einschätzung der Industriestaaten-Organisation OECD noch schwächer entwickeln als bislang befürchtet. Für die Länder mit der Gemeinschaftswährung erwarten die OECD-Ökonomen im kommenden Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent. Im vergangenen OECD-Ausblick aus dem Monat Mai hatte die Prognose noch bei 2,0 Prozent gelegen.

Hintergrund der düsteren Aussichten in Europa ist nach Angaben der OECD vor allem die Staatsschuldenkrise: «Ein Grossteil der derzeitigen Schwächephase ist auf einen generellen Vertrauensverlust in die Fähigkeit der Politik zurückzuführen, angemessene Antworten zu platzieren», kommentierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris.

Ähnlich verschlechtert haben sich die Aussichten in den USA. Für die dortige Wirtschaft werden nur noch 1,8 Prozent Wachstum erwartet. Im Mai hatte die OECD noch ein Plus von 3,1 Prozent vorhergesagt. Für die weltweit führenden Volkswirtschaften (G20) insgesamt liegt die Prognose für 2012 bei 3,8 Prozent.

Arbeitslosenquote liegt bei 10,2 Prozent

Die Arbeitslosenquote sei indessen im Vergleich zum Vormonat von revidierten 10,1 auf 10,2 Prozent gestiegen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit. Ursprünglich hatte Eurostat den Wert für August mit 10,0 Prozent angegeben. Im September 2010 hatte die Quote bei 10,1 Prozent gelegen. Eurostat schätzt die Zahl der Erwerbslosen im Euroraum auf derzeit 16,198 Millionen Menschen. Das sind 188'000 mehr als im Vormonat. Im Jahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit um 329'000.

Die niedrigste Arbeitslosigkeit im Euroraum melden Österreich (3,9 Prozent) und die Niederlande (4,5 Prozent). Am höchsten liegt die Quote in Spanien (22,6 Prozent), Griechenland (17,6 Prozent) und Lettland (16,1 Prozent). Deutschland weist mit 5,9 Prozent die viertniedrigste Quote auf.

SDA/miw

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