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Yen erreicht höchsten Stand der Nachkriegszeit

Die japanische Zentralbank hat gegen die Aufwertung des Yen interveniert und den Kurs mit drastischen Massnahmen wieder nach unten gebracht. Zudem will das Land weiter in den Euro-Rettungsfonds investieren.

Nach einer Intervention der japanischen Zentralbank gegen eine Aufwertung des Yen hat der Dollar an der Tokioter Börse wieder zugelegt. Finanzminister Jun Azumi bestätigte die Aktion, mit der die Exportindustrie gestützt werden soll.

Sie erfolgte, nachdem am Montagmorgen (Ortszeit) mit 75,32 Yen für einen Dollar ein Nachkriegsrekord erreicht wurde. Nach der Intervention mussten gegen Mittag (Ortszeit) 79,19 Yen für einen Dollar gezahlt werden.

Japan will EFSF-Anleihen kaufen

Japan will auch künftig in den Euro-Rettungsfonds investieren. «Die japanische Regierung wird weiter Anleihen des EFSF, die wir ausgegeben haben, kaufen», sagte der Chef des europäischen Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, in Tokio.

Das meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Regling war in der japanischen Hauptstadt mit Vize-Finanzminister Takehiko Nakao zusammengetroffen. Bisher hat Japan etwa 20 Prozent der Schulden aus dem Rettungsfonds gekauft.

Auf die Frage, ob Nakao ihm direkt zugesagt habe, dass Tokio auch weiter investieren werde, sagte Regling nach Angaben von Kyodo: «So wie in den vergangenen zehn Monaten.» Regling hatte zuvor auch in China um Milliardeninvestitionen geworben. Beide asiatischen Staaten haben mit die grössten Devisenreserven der Welt.

SDA/miw

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