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Yen gegenüber Dollar auf Rekordhoch

Die starke Währung könnte für Japans Wirtschaft zum Problem werden. Am Donnerstag – dem vierten Handelstag nach der Naturkatastrophe – drehte der Nikkei zunächst kräftig ins Minus. Dann erholte er sich jedoch.

Wegen der Angst vor den Folgen einer nuklearen Katastrophe in Japan und eines starken Anstiegs des Yen hat der Aktienmarkt in Tokio am Donnerstag wieder Verluste hinnehmen müssen Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss mit einem Minus von 1,44 Prozent bei 8903,86 Punkten. Der breit gefasste Topix ging um 0,84 Prozent niedriger bei 810,8 Zählern aus dem Handel.

Nach dem verheerenden Erdbeben mit anschliessendem Tsunami und wegen der Gefahr durch den Unglücksreaktor in Fukushima war der japanische Aktienmarkt in dieser Woche massiv eingebrochen. Am Dienstag hatte der Leitindex um mehr als 10 Prozent nachgegeben, sich am Mittwoch nach den Panikverkäufen aber wieder spürbar erholt und über 9000 Punkten geschlossen.

Händler sehen den stark gestiegenen Yen als einen Grund für die neuerlichen Verluste. Ein stärkerer Yen schwäche die heimische Wirtschaft, denn japanische Waren werden im Ausland teurer.

Intervention der Notenbank von Japan

Die japanische Notenbank pumpte am Donnerstag erneut zusätzliche Milliarden in die Märkte. Es seien weitere fünf Billionen Yen als kurzfristige Notfall-Liquidität zur Verfügung gestellt worden, teilte die Bank of Japan in Tokio mit; diese Summe entspricht etwa 56 Milliarden Franken.

Der Dollar wurde mit 79.25–27 Yen gehandelt, nach 80.92–94 Yen am späten Mittwoch. Der Euro notierte zum Yen mit 110.37–44, nach 112.99–113.03 am späten Vortag. Zum Dollar lag er leichter bei 1.3925–3927 Dollar, nach 1.3963–3965 am späten Vortag.

SDA

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