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Krisen-Angst sitzt US-Börsen im Nacken

New York Die Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in der Euro-Zone hat die US-Börsen auch zum Wochenausklang belastet.

Vor allem die anhaltenden Spekulationen über die Zukunft Griechenlands belasteten den Markt. Dazu trug auch der belgische Vize-Regierungschefs Didier Reynders bei, der warnte, es wäre ein schwerer Fehler, wenn sich Notenbanken und Unternehmen nicht auf einen Austritts des Landes aus der Euro- Zone vorbereiten würden. Gute Konjunkturdaten gerieten dadurch in den Hintergrund. Lediglich Spekulationen über neue Hilfen der Europäischen Zentralbank machten den Anlegern etwas Mut. Das französische Geldhaus Credit Agricole mutmasste, die EZB könnte bei ihrer nächsten Zinssitzung am 6. Juni zusätzliche Notfinanzierungen für die Banken auf den Weg bringen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer mit 12'454 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12'421 und 12'533 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1317 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent nach auf 2837 Stellen. Der Umsatz war vor dem US-Feiertag Memorial Day am Montag äusserst gering. Auf Wochensicht ergab sich damit für den Dow noch ein Plus von 0,7 Prozent, für den S&P von 1,7 und für die Nasdaq von 2,1 Prozent. Spanien sorgt für Unsicherheit Für Verunsicherung in der Euro-Krise sorgte der Hilferuf der spanischen Region Katalonien, die die Regierung in Madrid um finanzielle Unterstützung bat. Danach gaben die Börsen in Europa ihre leichten Gewinne wieder ab. «Unsere Wirtschaft kann sich nicht erholen, wenn wir unsere Rechnungen nicht begleichen können», sagte der katalonische Präsident Artur Mas. Katalonien - die reichste Region Spaniens - muss 2012 mehr als 13 Milliarden Euro umschulden. Die 17 hoch verschuldeten Regionen Spaniens stehen im Zentrum der Euro-Krise. Investoren befürchten, dass die viertgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone unter den Rettungsschirm von EU und IWF flüchten muss. Unter Druck stand erneut die Facebook-Aktie. Sie gab 3,4 Prozent auf knapp 32 Dollar nach, nachdem sie sich zuletzt etwas von den Folgen des verpatzten Börsendebüts erholt hatte.

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