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Lufthansa-Chef Mayrhuber: Vom Ingenieur zum Konzernchef Biografie/Porträt

Frankfurt/Main Auf über 40 erfolgreiche Berufsjahre bei der Lufthansa kann der scheidende Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber zurückblicken, wenn er den Chefsessel bei Lufthansa verlässt.

Vom Triebwerksingenieur brachte es der Österreicher bis zum Vorstandschef, der Europas grösste Airline durch viele Turbulenzen leitete. Seine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur begann Mayrhuber in Österreich. Der Sohn eines Journalisten und einer Lehrerin ging dann in die USA und nach Kanada. Zur Lufthansa kam Mayrhuber 1970 als Ingenieur in der Triebwerks- Instandhaltung in Hamburg, weil er sich zuvor erfolglos bei der damaligen Swissair, der Austrian und der Lufthansa als Pilot beworben hatte. Die damals noch getrennt agierenden Gesellschaften wurden unter Mayrhubers Ägide bei Lufthansa vereint, dazu kamen Neuerwerbungen in Grossbritannien und Belgien. Den entscheidenden Karriere-Kick erhielt Mayrhuber Anfang der 90er von seinem Vorgänger und heutigen Aufsichtsratschef Jürgen Weber, für viele immer noch die graue Eminenz des Unternehmens. Als Chef des Sanierungsteams profilierte sich Mayrhuber bei der Erneuerung der einstigen Staatslinie. 1994 wurde er Vorstand der neugegründeten Lufthansa Technik AG. Unter Mayrhuber hat sich die Lufthansa auf ihr Kerngeschäft konzentriert und sich in diesem wesentlich breiter aufgestellt. Die lange verschlafenen Billig-Flüge gehören inzwischen ebenso zum Portfolio wie Tickets für Privatjets, zudem ist Lufthansa am grössten deutschen Flughafen in Frankfurt beteiligt. Abgestossen wurde hingegen die Touristikbeteiligung Thomas Cook mit dem Ferienflieger Condor. Viele Mandate Ausgleich sucht der Vater dreier Kinder bei klassischer Musik, seinem Interesse für Architektur und beim Skifahren. Trotz zahlreicher verbleibender Verwaltungsratsmandate - unter anderem bei der UBS seit April - wird er dafür künftig mehr Zeit haben. In den Verwaltungsrat des von ihm sieben Jahre lang geleiteten Unternehmens wird Mayrhuber vorerst nicht wechseln. Die verschärften Regeln einer guten Unternehmensführung verlangen eine zweijährige Abkühlungsphase für scheidende Spitzenmanager, die man nur mit einem gesonderten Aktionärsbeschluss aussetzen könnte.

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