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Merck liefert Krebsmedikament nicht mehr an griechische Kliniken

Frankfurt Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck befürchtet, dass griechische Spitäler ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Das Unternehmen hat deshalb die Lieferung des Krebsmedikaments Erbitux eingestellt. Finanzchef Matthias Zachert sagte der «Börsen-Zeitung», in Griechenland sei der Konzern mit zu vielen Schwierigkeiten konfrontiert gewesen, es sei jedoch nur ein einziges Produkt betroffen. Erbitux ist gemessen am Umsatz das zweitwichtigste Medikament von Merck. Das Mittel sei in Griechenland aber weiterhin erhältlich, sagte ein Merck-Sprecher am Samstag. Patienten könnten es über Apotheken beziehen. Merck war im Frühjahr wie andere Pharmakonzerne vom griechischen Schuldenschnitt betroffen. Die Regierung in Athen beglich unbezahlte Rechnungen staatlicher Spitäler durch die Ausgabe von Anleihen. Diese werden erst in einigen Jahren fällig - viele Unternehmen haben die erhaltenen Bonds daher mit hohen Abschlägen verkauft. Bereits im Juni hatte der auf Blutplasmaprodukte spezialisierte Pharmakonzern Biotest entschieden, wegen unbezahlter Rechnungen in Millionenhöhe seine Lieferungen nach Griechenland einzustellen. Andere Pharmakonzerne - darunter auch Merck - erklärten damals, Griechenland trotz der Zahlungsprobleme des staatlichen Gesundheitssystems weiter mit Arzneimitteln zu versorgen.

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