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Merkel will auf G20-Treffen Druck nicht nachgeben Draghi: Mehr Europa als Antwort auf Krise

Berlin/Frankfurt Deutschland wird nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel auch auf dem G20-Treffen dem Druck nach Einführung von Vergemeinschaftungsinstrumenten in der Eurozone widerstehen.

Eine schuldenfinanzierte Wachstumspolitik sei Ursache und nicht Lösung der Krise. «Alle müssen aufpassen, nicht über ihre Kräfte zu leben», sagte Merkel am Freitag in Berlin bei der Stiftung Familienunternehmen. Deutschland sei Stabilitätsanker und Wachstumsmotor in Europa, dürfe aber nicht überfordert werden. «Wir sollten in Europa einfach mal anfangen, uns an das zu halten, was wir uns versprochen haben», sagte Merkel. Nur so könne wieder Vertrauen in die Eurozone entstehen. Draghi für tiefere Zusammenarbeit Europas oberster Währungshüter Mario Draghi mahnte eine tiefere Zusammenarbeit im Euro-Raum an. «Um die wirtschaftliche Stabilität in der Währungsunion zu erhalten, brauchen wir eine stärkere Basis in der Finanz-, Fiskal- und Strukturpolitik», sagte Draghi in Frankfurt. Auf diesem Fundament könne das Management der Wirtschaft im Euroraum verbessert werden: «Und es sollte die Wirtschafts- und Währungsunion den Herzen der Menschen in Europa näherbringen.» Die Staatsschuldenkrise habe lange bestehende Ungleichgewichte im Euro-Raum aufgedeckt, etwa bei Staatsfinanzierung. Als Antwort auf die Krise müsse Europa nun enger zusammenwachsen. Wenn übernationale Institutionen mehr Einfluss erhielten, müssten sie aber auch politisch legitimiert werden. Liquiditätsspritze bereit Mit Blick auf die grosse Unsicherheit wegen der Wahlen in Griechenland liess Draghi durchblicken, dass die EZB das Bankensystem im Notfall mit neuen Geldspritzen stützen würde. «Das Eurosystem wird weiter Liquidität an kreditwürdige Banken bereitstellen, wenn das notwendig ist», sagte Draghi.

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