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Metro setzt sich im Machtkampf bei MediaSaturn durch Gericht beschneidet Einfluss von Gründer Kellerhals

München Im Machtkampf um die Führung der Elektronikketten MediaMarkt und Saturn hat sich der Mutterkonzern Metro zumindest vorläufig gegen Firmengründer Erich Kellerhals durchgesetzt.

In einem am Donnerstag gefällten Urteil erklärte das Oberlandesgericht München die von der Metro beschlossene Einsetzung eines Beirats für rechtmässig. Das Gericht liess gegen das Urteil keine Revision zu. Allerdings kann der MediaSaturn-Gründer gegen diese Nichtzulassung der Revision vor dem Bundesgerichtshof klagen - damit ist der Rechtsstreit nicht endgültig beendet. Kellerhals hält über sein Unternehmen Convergenta Invest 21,62 Prozent an der MediaSaturn-Holding (MSH), die Metro besitzt 75,41 Prozent. Weil für Grundsatzentscheidungen aber eine Mehrheit von 80 Prozent der Anteile nötig ist, konnte der Firmengründer bisher wichtige Entscheidungen blockieren. Schnellere Entscheidungsprozesse Metro-Chef Olaf Koch erklärte, «diese Gerichtsentscheidungen bringen die notwendige Klarheit in Bezug auf die Steuerung der MSH und machen den Weg frei für effiziente und schnelle Entscheidungsprozesse.» Auf der Basis der Beschlüsse könnten strategische und operative Schritte nun deutlich schneller und konsequenter umgesetzt werden. «Verzögerungen aus taktischen Überlegungen werden wir mit aller Kraft verhindern.» Kellerhals hatte argumentiert, dass durch den Beirat seine in der Satzung des Unternehmens verankerte Sperrminorität ausgehebelt werden solle. Er hielt die Einrichtung des Beirats deshalb für rechtswidrig. Ausserdem wollte er erreichen, dass auch der Beirat mit einer Mehrheit von mehr als 80 Prozent der Stimmen entscheiden muss. Das Gericht entschied dagegen, dass für die Einsetzung des Beirats nach der Satzung der MediaSaturn die einfache Mehrheit der Stimmen reichte. Die Möglichkeit zur Einrichtung eines Beirats sei schon 1990 in der Satzung verankert worden, auch Kellerhals habe diesem zugestimmt.

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