Zum Hauptinhalt springen

Meyer Burgers Übernahme in Deutschland führt zu Abschreiber

Die 350 Millionen

Euro schwere Übernahme der deutschen Roth & Rau macht dem Solarindustriezulieferer Meyer Burger wenig Freude. Weil das deutsche Unternehmen rote Zahlen schreibt, rechnet Meyer Burger mit einem Goodwill-Abschreiber von 40 bis 60 Millionen Euro. Vom geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sieht das Schweizer Unternehmen vorläufig ab, wie es am Dienstag mitteilte. Deshalb werden sich die roten Zahlen bei Roth & Rau auch nur geringfügig auf den operativen Gewinn von Meyer Burger durchschlagen. Meyer-Burger-Sprecher Werner Buchholz sagte der Finanznachrichtenagentur AWP, die Übernahmeabsicht bleibe bestehen. Allerdings werde das Ziel der Vollübernahme derzeit nicht forciert. Die Kosten für den Zukauf der restlichen Aktien müssten angemessen sein. Gemäss den letzten offiziellen Angaben hält Meyer Burger 82,57 Prozent an Roth & Rau. Dessen Gewinnsituation liegt gemäss Meyer Burger «deutlich unter den Erwartungen». Die deutsche Firma weist im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen einen Verlust 52 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen aus. Sie kann wegen des schwierigen Marktumfelds einen Grossteil der laufenden Projekte nicht abschliessen. Roth & Rau führte wegen der schwachen Nachfrage Kurzarbeit ein. Mit eventuellen weiteren Kosten sei im vierten Quartal zu rechnen. Definitive Zahlen zum Geschäftsgang der ersten neun Monate liegen Mitte November vor. Die Schweizer Börse reagierte auf den Abschreiber ungnädig. Im frühen Handel büssten die Meyer-Burger-Papier bis um 9.45 Uhr 9,0 Prozent an Wert ein und notierten noch bei 19,55 Franken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch