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Mittwoch, 18. Januar 2012

TAKEDA STREICHT STELLEN - 35 IN DER SCHWEIZ: Der japanische Pharmakonzern Takeda will nach der Übernahme des Zürcher Arzneimittelherstellers Nycomed 2800 Stellen ausserhalb Japans streichen.

In der Schweiz sollen durch die Zusammenlegung des Vertriebs 35 Stellen wegfallen. Das ist ein gutes Drittel der 100 bisherigen Vertriebsstellen. Insgesamt arbeiten 310 Beschäftigte in der Schweiz für Takeda. Der Vertrieb wird aus Lachen SZ und Dübendorf ZH in Pfäffikon SZ konzentriert. Das Unternehmen werde das Mögliche unternehmen, um für alle Betroffenen eine Lösung zu finden, versicherte Takeda. Die insgesamt 2800 Stellen ausserhalb Japans will Takeda bis Ende März 2016 abbauen. Hauptsächlich in Europa sollen 2100 Stellen wegfallen, in den USA sind 700 Arbeitsplätze betroffen. LOOSER MIT WENIGER UMSATZ: Der Thurgauer Bauzulieferer Looser hat im vergangenen Geschäftsjahr mit 455,3 Millionen Franken 5,3 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet. Der Rückgang sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem auf die ungünstige Währungsentwicklung zurückzuführen, welche die Erträge um 36,4 Millionen Fr. schmälerten. Akquisitions- und währungsbereinigt wuchs der Umsatz um 1,6 Prozent. Der Gewinn dürfte trotz mässigem Umsatz deutlich höher ausfallen. Dies ist auf den Verkauf einer Liegenschaft und eines Geschäftsbereichs im vergangenen Geschäftsjahr zurückzuführen. EFG SCHLIESST STANDORT LUGANO: Die Privatbankengruppe EFG International schliesst ihre Filiale in Lugano. Die gesetzten Ziele und die damit verbundene Gewinnschwelle können laut dem Unternehmen im aktuellen Umfeld nicht im vorgegebenen Zeitraum erreicht werden. Der Standort Lugano wurde erst 2010 eröffnet. In der Filiale arbeiten derzeit sieben Personen. Wie es mit den Mitarbeitern weitergeht, konnte EFG nicht sagen. Die Schliessung ist ein Teil einer umfassenden Überprüfung des Geschäfts, bei dem die Präsenz der Bank gestrafft werden soll. Wie bereits im Oktober angekündigt, will EFG über die nächsten 18 Monate 10 bis 15 Prozent der insgesamt rund 2500 Stellen streichen. MEHR UMSATZ DANK FERNSEHWERBUNG: Die Goldbach Gruppe hat 2011 mit der Vermarktung von Fernseh-, Radio- und Onlinewerbung 446 Millionen Fr. eingenommen, 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehrumsatz eingebracht hat insbesondere der Verkauf von Werbezeit auf den privaten Radio- und Fernsehsendern in der Schweiz. Da Goldbach erstmals auch die Werbefenster von 3 , Sat.1 und Kabel eins vermarktete, stieg der Spartenumsatz der Geschäftseinheit um 62 Prozent. Umsatzeinbussen um 15 Prozent musste Goldbach dagegen beim Verkauf von Werbung auf dem Internet hinnehmen, wobei der starke Franken die ausgewiesenen Erlöse noch zusätzlich drückte. 5 Prozent höher ausgefallen ist der Umsatz mit Angeboten, welche das Internet und den Mobilfunk als Werbekanal nutzen. WENIGER INSERATE FÜR PRINTMEDIEN: Die Schweizer Printmedien haben im vergangenen Jahr insgesamt 1,56 Milliarden Franken und damit weniger Einnahmen mit Inseraten erzielt. Der Rückgang beträgt 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei haben die Tagespresse, die Finanz- und Wirtschaftspresse sowie die Publikumspresse verloren. Der vergangene Dezember war mit einem Rückgang von 9,9 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat besonders schlecht ausgefallen. Im Dezember 2011 verdiente die Schweizer Printmedien nur noch 114,3 Millionen Franken. Die Sonntagspresse verlor in diesem Zeitraum mit minus 16,6 Prozent markant an Inserateeinnahmen. VOLG STEIGERT UMSATZ: Die Detailhandelsgruppe Volg hat 2011 mit ihren Kleinläden 1,33 Milliarden Franken Umsatz erzielt. Das ist eine Steigerung von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zunahme des Umsatzes kam trotz 2,1 Prozent tieferen Preisen zustande. Die Volg- Verkaufsstellen erzielten einen Umsatz von 1,06 Milliarden Franken, 0,8 Prozent mehr als noch 2010. Die von der Fenaco-Tochter belieferten freien Detaillisten setzten 109,2 Millionen Franken um. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Klar zulegen konnte Volg mit ihren Tankstellenshops. Deren Umsatz stieg um 15,5 Prozent auf 157,5 Millionen Franken. RISSE IM IMMOBILIENMARKT: In den gegenwärtigen unsicheren Zeiten fliessen immer mehr Gelder in Immobilien. In einer Studie warnt die UBS vor immer grösseren Rissen im Schweizer Immobilienmarkt. Zwar bleiben die Fundamentaldaten bei den Wohnimmobilien gemäss der Grossbank robust. Trotz herrschender Zuversicht zeigt der Markt aber Risse. Innert fünf Jahren legten die Preise für Eigentumswohnungen landesweit um 35 Prozent zu. Die Überhitzung des Wohnungsmarktes ist deshalb vermehrt Thema. Bei den Büroliegenschaften zeigt die weltweite Konjunkturabkühlung Wirkung. Die hohe Resistenz der Büromieten in der Finanzkrise 2008 und 2009 dürfte sich nicht wiederholen, warnt die UBS. Bei den Verkaufsflächen dürften die Angebotsmieten um 2 Prozent zurückgehen. Hauptgrund ist das ausgeweitete Angebot. Insbesondere Einkaufszentren weisen gegenüber dem aktuellen Stand 20 Prozent mehr Fläche auf. Hinzu kommt der Einkaufstourismus wegen der Frankenstärke. TEURERE MIETEN IN DER SCHWEIZ: Das Dach über dem Kopf ist in der Schweiz 2011 erneut teurer geworden. Gemäss dem Immobilienportal homegate.ch stiegen die Mieten für ausgeschriebene Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent. 2010 hatten sich die Angebotsmieten noch um 1,1 Prozent verteuert. Deutlich zogen die Mieten 2011 in den Regionen Zürich und Bern an. Für ausgeschriebene Logis mussten Wohnungssuchende in der Gegend der Bundeshauptstadt 2,3 Prozent mehr auslegen, in Zürich 2,1 Prozent. In der Zentralschweiz betrug die Mietinflation sogar 2,8 Prozent. Bereits im Vorjahr hatten sich die Mieten dort um 2,2 Prozent verteuert. ZUKÜNFTIGE ACCU-HOLDING WÄCHST: Die Beteiligungsgesellschaft 1C Industries, die nach dem Willen von Hauptaktionär Marco Marchetti in die börsenkotierte Accu Holding eingebracht werden soll, kauft die italienische CIEFFE Holding. Das italienische Unternehmen beschäftigt 125 Mitarbeiter und erzielte 2011 einen Umsatz von 36 Millionen Franken. Wieviel die Übernahme von CIEFFE kostete, gab 1C Industries nicht bekannt. Zur Holding mit Sitz in Zug gehören neben Accu auch die in der Obeflächentechnologie tätige 1C Group sowie die Kunstgarnherstellerin Nexis Fibers. PENSIONSKASSEN ZUM JAHRESENDE LEICHT ERHOLT: Der Deckungsgrad der Pensionskassen in der Schweiz hat sich im vierten Quartal 2011 erholt. Die privatrechtlichen Vorsorgeunternehmen kamen auf einen Deckungsgrad von 103,1 Prozent, die öffentlichrechtlichen Kassen erreichten 88,1 Prozent. Damit verzeichneten die privaten Berufsvorsorger per 31. Dezember eine Zunahme von 2,8 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. Die öffentlichrechtlichen Kassen verbesserten den Deckungsgrad um 2,4 Prozentpunkte, weisen indessen weiterhin eine Unterdeckung auf. Die Verbesserung im vierten Quartal kam dank der Aktienmärkte zustande. IWF WILL RESERVEN ERHÖHEN: Angesichts der Finanzkrise in der Euro- Zone will der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Finanzreserven für den Kampf gegen derartige Krisen erhöhen. Das Direktorium des IWF billigte am Dienstag einen entsprechenden Plan von IWF-Chefin Christine Lagarde. Das Leitungsgremium habe beschlossen, dem Fonds genug Mittel für die Überwindung der «aktuellen globalen Wirtschaftssschäche» und damit einhergehende «regionale Herausforderungen» zur Verfügung zu stellen, sagte Lagarde in Washington. Derzeit verfügt der IWF über Rücklagen von rund 385 Milliarden Dollar. Mitte Dezember sagten Staaten der Euro- Zone zusätzliche 195 Milliarden Dollar zu. GEWINNEINBRUCH BEI GOLDMAN SACHS: Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben der grössten US-Investmentbank Goldman Sachs die Bilanz verhagelt. Der Jahresgewinn brach um 67 Prozent auf unter dem Strich 2,5 Milliarden Dollar ein. Die Einnahmen fielen um einen Viertel auf 28,8 Milliarden Dollar. Neben den Folgen der europäischen Schuldenkrise belastete insbesondere die Rückzahlung der Schulden bei Starinvestor Warren Buffett das Ergebnis. Immerhin schrieb Goldman Sachs im letzten Quartal wieder schwarze Zahlen, nachdem im dritten Quartal ein Verlust zu Buche gestanden hatte. Der Gewinn lag aber im Vergleich zum Vorjahr 56 Prozent tiefer bei 978 Millionen Dollar. MEDIKAMENTE ZUGELASSEN: Die chinesische Zulassungsbehörde State Food and Drug Administration (SFDA) hat das Augenheil-Medikament Lucentis des Pharmakonzerns Novartis für den chinesischen Markt zugelassen. Gleichzeitig hat Novartis das Diabetes-Medikament Galvus auf den Markt gebracht. In China werden jährlich 300'000 neue Fälle der Augenkrankheit AMD diagnostiziert. Ausserdem zählt das asiatische Land die meisten Diabetes-Erkrankungen bei erwachsenen Menschen weltweit.

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