Zum Hauptinhalt springen

Ratingagentur straft Raiffeisen ab

Moody's senkt die Ratings für die Bankengruppe wegen dem Vincenz-Skandal. Die Kreditwürdigkeit wurde zurückgestuft.

Die Agentur Moody's befürchtet mittel- bis langfristig negative Folgen der Corporate-Governance-Probleme.
Die Agentur Moody's befürchtet mittel- bis langfristig negative Folgen der Corporate-Governance-Probleme.
Gaetan Bally, Keystone

Der Skandal um Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz hat Folgen: Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit der Bankengruppe zurückgestuft.

Sie senkt ihre Ratings von Aa2 auf Aa3 (Rating für langfristige Einlagen) sowie von A2 auf A3 (Senior Unsecured Debt Rating), wie Moody's am Dienstag mitteilte. Der Ausblick bleibe zudem «negativ».

«Kontrollfunktion nicht wahrgenommen»

Begründet wurden die schlechtere Noten mit den Corporate-Governance-Problemen von Raiffeisen, wie sie die Finanzmarktaufsicht (Finma) festgestellt habe. Zwar geht Moody's nicht davon aus, dass Raiffeisen durch Bussen finanziell geschwächt werde. Die Agentur befürchtet aber mittel- bis langfristig negative Folgen durch die Probleme.

Unter Umständen sei die Bankengruppe etwa zu hohe Risiken eingegangen. Auch der negative Ausblick wird mit einem generell mangelhaften Risikomanagement begründet. Die Finma hatte dem Raiffeisen-Verwaltungsrat kollektives Versagen in der Ära Vincenz vorgeworfen. «Der Verwaltungsrat hat seine Kontrollfunktion nicht wahrgenommen», hatte Finma-Direktor Mark Branson in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» gesagt.

dapd/oli

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch