Zum Hauptinhalt springen

Nikkei legt rund ein Prozent zu

Tokio Die Anleger in Fernost haben sich am Mittwoch nach den Kursgewinnen vom Vortag zurückhaltend gezeigt.

In den Fokus rückte erneut die europäische Schuldenkrise. Viele Investoren hielten sich mit Blick auf die anstehende Bondemission in Portugal und die Gespräche über einen Schuldenschnitt für Griechenland mit Käufen zurück. Die Verhandlungen über einen Schuldenerlass der privaten Gläubiger waren am Freitag unterbrochen worden und sollten am Nachmittag fortgeführt werden. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,99 Prozent im Plus bei 8550 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,47 Prozent auf 734 Punkte. Nach den Kursgewinnen vom Vortag zeigten die Börsenbarometer in Hongkong und Shanghai dagegen nach unten. Die Börsen in Singapur und Taiwan zeigten sich wenig verändert im Plus, in Südkorea überwog die negative Stimmung. Positive Signale waren zuvor von der Wall Street gekommen, die sich von der Herabstufung von neun Euro-Staaten und dem Rettungsschirm durch die Ratingagentur Standard & Poor's unbeeindruckt gezeigt hatte. Bei den Einzelwerten standen in Tokio vor allem Energiekonzerne auf den Kaufzetteln: Zu den Gewinnern gehörte etwa der Elektrizitätskonzern Tepco, der um fast acht Prozent zulegen konnte. Der Betreiber des Katastrophen-Atomkraftwerks Fukushima hatte zuvor deutliche Preiserhöhungen für Industriekunden angekündigt. Auch der Autobahnbetreiber im Grossraum Tokio, Japan Bridge, konnte erneut zulegen und sprang um satte 20 Prozent in die Höhe. Investoren hofften, dass der Konzern von Programmen für die Infrastruktur profitieren kann. Andere grosse Werte legten indes wenig zu. «Auch wenn sie weiter billig sind, finden sich keine Käufer», sagte ein Händler. Der Euro behauptete sich im fernöstlichen Devisenhandel. Zum Dollar notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2764 Dollar und lag damit 0,2 Prozent im Plus.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch