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Proteste gegen Entlassungen bei Adidas-Zulieferer in Indonesien

Jakarta Rund 1300 ehemalige Mitarbeiter eines Adidas- Zulieferers in Indonesien haben am Donnerstag gegen ihre Entlassung protestiert.

Adidas habe die Firma aufgefordert, die Arbeiter wiedereinzustellen, und genau das verlangten sie jetzt, sagte ein Gewerkschaftsvertreter namens Ernawati der Nachrichtenagentur AFP. Die Arbeiter waren nach einem Streik im Juli entlassen worden. Adidas hatte damals verlangt, sie wieder einzustellen und versichert, vorher werde die Firma keine Aufträge mehr bekommen. Die Fabrik in Panarub Dwikarya am Rande der Hauptstadt Jakarta stellt Schuhe unter anderem für Adidas her. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Demonstranten am Betreten des Firmengeländes zu hindern. Polizeichef Wahyu Widodo erklärte, die Polizei wolle aber zwischen Firmenleitung und Arbeitern vermitteln helfen. Die Geschäftsführung war vorerst nicht zu erreichen. In Indonesien sind viele Zulieferfirmen für westliche Textil- und Schuhanbieter angesiedelt: Die Löhne sind oftmals niedriger als in China oder in Indien. Doch die Arbeiter begehren zunehmend auf. Adidas hatte im April eine Untersuchung angeordnet, nachdem die britische Presse berichtet hatte, Zulieferer liessen Arbeitskräfte bis zu 65 Stunden pro Woche schuften - zu einem Stundenlohn von umgerechnet 50 Rappen.

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