Zum Hauptinhalt springen

Rekordhoch des Yen: Japanischer Aktienmarkt im Minus

Tokio Belastet von einem Rekordhoch des Yen hat der japanische Aktienmarkt den Handel am Donnerstag mit deutlichen Verlusten beendet.

Der Leitindex Nikkei-225 rutschte wieder unter die Marke von 9000 Punkten und schloss mit einem Minus von 1,25 Prozent oder 113,5 Zählern bei 8943,76 Punkten. Der breiter gefasste Topix Index gab um 1,2 Prozent auf 767,31 Punkte nach. Die japanische Währung gilt wie auch der Schweizer Franken als «sicherer Hafen» und wird von Anlegern seit Monaten stark nachgefragt. Massnahmen der japanischen Regierung und Notenbank, den Yen angesichts der stark auf den Export orientierten japanischen Wirtschaft abzuwerten, haben bislang noch keinen durchschlagenden Erfolg gebracht. Aktien exportlastiger Konzerne aus der Elektronik- und Autobranche büssten angesichts der Yen-Stärke besonders deutlich an Wert ein. Papiere des Elektronikteile-Herstellers Minebea verloren 5,72 Prozent und notieren nun mit 313 Yen auf ihrem tiefsten Stand seit Februar 2009. Toshiba-Papiere rutschten um 4,45 Prozent ab. Anteilsscheine von Mazda verbilligten sich um 5,67 Prozent. Im Juli waren die Exporte in Japan erneut gesunken: Die Ausfuhren seien um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 5,78 Billionen Yen (rund 60 Milliarden Franken) gefallen, teilte das japanische Finanzministerium in Tokio mit. Im Juni hatte der Rückgang bei 3,9 Prozent gelegen. Im Mai waren die Exporte noch um 9,3 Prozent zurückgegangen. Juli war der fünfte Monat hintereinander mit rückläufigen Exporten nach den Naturkatastrophen vom März.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch