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Rio Tinto verkauft Mehrheit an französischer Aluminiumsparte Zwei Walliser Werke mit neuen Eigentümern

Der britisch-australische Rohstoffkonzern Rio Tinto will die Mehrheit an seiner Tochter Alcan Engineering Products (AEP) an einen amerikanischen Investmentfonds und den französischen Staat verkaufen.

AEP beschäftigt im Kanton Wallis rund 1000 Angestellte. Zu AEP zählen Produktionsstätten in Chippis und Steg. Die Walliser Fabriken gehörten der Alusuisse, die im Jahr 2000 mit der kanadischen Alcan fusionierte. Alcan wurde 2007 von Rio Tinto geschluckt. 51 Prozent an AEP soll ab Ende Jahr der US-Investmentgesellschaft Apollo gehören. Weitere 10 Prozent gehen an FSI, dem Investmentvehikel des französischen Staats. Den Rest will Rio Tinto behalten. «Der geplante Verkauf der Mehrheit an AEP geschieht im Rahmen unserer Konzentration auf das Kerngeschäft», gab der Finanzchef von Rio Tinto am Donnerstag bekannt. Finanzielle Angaben zum Geschäft wurden keine gemacht. Für AEP arbeiten weltweit rund 10'000 Personen in 26 Ländern. Die Einheit erzielt einen Jahresumsatz von 3,8 Mrd. Dollar und stellt unter anderem Teile für den Flugzeughersteller Airbus, den Hochgeschwindigkeitszug TGV oder den Autokonzern Peugeot her. Frankreich nimmt Einfluss Auf die Walliser Werke sollte dieser Besitzerwechsel nach Einschätzung der Gewerkschaft Unia Wallis keine Auswirkungen haben. «Hingegen beobachten wir den Einstieg von FSI aufmerksam, denn dieser Fonds wurde von der französischen Regierung gegründet, um Industriepolitik zu betreiben», sagte ein Unia-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Ein Grossteil von AEP besteht aus dem ehemaligen französischen Industriegiganten Pechiney. Der Verkauf von Pechiney an Alcan im 2003 sorgte für einen Aufschrei in Frankreich und verstärkte die Forderungen nach einer aktiven französischen Industriepolitik.

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