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Schaden für Société Générale geringer als angenommen

Paris Der Schaden für die französische Grossbank Société Générale durch die Geschäfte ihres früheren Skandalhändlers Jérôme Kerviel fällt deutlich geringer als bislang angegeben.

Die Bank habe durch Steuererleichterungen 1,7 Mrd. der verzockten 4,9 Mrd. Euro zurückerhalten, berichtete der Radiosender Europe 1 am Wochenende. Der Grund: Bei aussergewöhnlichen Verlusten wird Unternehmen in Frankreich ein Teil ihrer Steuern erlassen. Kerviels Anwalt Olivier Metzner warf der Bank vor, sie habe das Gericht betrogen, indem sie die Summe nicht nannte. Das Verhalten der Société Générale sei «skandalös». Die zweitgrösste französische Bank erklärte, sie habe alles offengelegt. Die Steuererleichterung sei «völlig normal». Ein Pariser Gericht hatte Kerviel vergangene Woche zu drei Jahren Gefängnis und zwei Jahren auf Bewährung sowie zur Zahlung der kompletten Schadensumme von 4,9 Mrd. Euro verurteilt. Die Bank erklärte danach, sie wolle das Geld aber nicht komplett zurückfordern. Kerviel sagte am Wochenende, er sei nicht bereit, mit seinem früheren Arbeitgeber über die Summe zu verhandeln. Das harte Urteil verglich der Ex-Banker, der umgehend Berufung einlegte, mit mehreren «Schlägen mit dem Baseball-Schläger».

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