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Schäuble: EU muss Führung bei Transaktionssteuer übernehmen

London Die Europäische Union muss nach Ansicht des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble weltweit die Führung bei der Einführung einer Finanztransaktionssteuer übernehmen.

Neben der Steuer, die spekulativen Handel eindämmen soll, müssten ausserdem strengere Regeln für Banken und den «Schatten»- Bankensektor, etwa Hedge Fonds, durchgesetzt werden, sagte Schäuble in einem Interview mit der «Financial Times» (FT). Sollte beim anstehenden G20-Gipfel in Cannes keine Lösung gefunden werden, müsse die EU alleine weiter vorpreschen, betonte Schäuble. Es sei ihm zwar lieber, wenn die G20-Staaten sich einigen könnten. «Bevor wir die G20 als eine Entschuldigung nutzen, für lange Zeit gar nichts zu tun, wenn wir uns nicht einigen können, bin ich dafür, dass Europa weitermacht.» Er sei überzeugt, dass die Chancen auf eine weltweite Einigung für eine Finanztransaktionssteuer deutlich steigen würden, sobald Europa diese einführe. «Es ist im Interesse des Finanzsektors selber, dass er sich mehr auf seine eigentliche Rolle konzentriert, die reale Wirtschaft zu finanzieren und sicherzustellen, dass Kapital auf dem besten Wege zugewiesen wird», sagte Schäuble. Auf EU-Ebene liegt zu der Finanztransaktionssteuer ein Vorschlag vor. Ökonomen halten die Steuer aber nur dann für sinnvoll, wenn sie weltweit eingeführt wird.

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