Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Börse über 3 Prozent im Minus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Nachmittag seine Verluste ausgeweitet.

Die US-Konjunkturzahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und den Konsumentenpreisen im Juli sind beide deutlicher gestiegen als von Ökonomen prognostiziert. Händler berichteten von einem nervösen, volatilen Markt. Sorgen bereiteten laut Händlern auch die Wachstumsaussichten der chinesischen Wirtschaft. Ökonomen der Deutschen Bank und von Morgan Stanley haben ihre Prognose für das BIP des Landes gekürzt. Bei der Weltkonjunktur stelle sich die Frage, ob die aktuelle Abschwächung nur ein temporärer Effekt oder der Beginn einer Rezession sei. Um 15.15 Uhr notierte der Schwergewichteindex SMI 3,70 Prozent tiefer auf 5221 Punkten. Der am SPI gemessene Gesamtmarkt tauchte um 3,5 Prozent auf 4758 Zähler. Im Anschluss an die Halbjahreszahlen gerieten die Papiere von Holcim (-8,1 Prozent) stark unter Druck. Der Baustoffhersteller kämpfte im ersten Semester mit deutlich höheren Energie- und Rohstoffkosten sowie dem starken Franken. Unter Konjunktur- und Inflationssorgen litten auch andere zyklische Titel wie ABB, Adecco, Clariant und Geberit. Weit hinten in der Tabelle notierten auch viele Finanzpapiere. SMI- Schwergewichte wie Roche (-2,0 Prozent), Nestlé (-2,6 Prozent) oder Novartis (-3,3 Prozent) hielten sich indes besser als der Gesamtmarkt und schützen damit den Leitindex vor noch dramatischeren Abgaben. Der Franken fiel gegenüber dem Euro wieder unter die Marke von 1,14 Franken. Gegenüber dem Dollar notierte die Schweizer Währung wenig verändert bei gut 79 Rappen. Händlern zufolge griff die Schweizerische Nationalbank (SNB) über dem Terminmarkt dem Euro und dem Dollar unter die Arme. «Die SNB war im Swap-Markt aktiv», sagte UBS-Devisenstratege Chris Walker zur Nachrichtenagentur Reuters. Als sicherer Hafen gesucht wurde Gold, das mit über 1816 Dollar abermals einen Rekordstand erreichte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch