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Schweizer Sporthändler stehen vor schwierigem Winter

Der anhaltend starke Franken dürfte Sporthändlern in der Schweiz eine schwierige Wintersaison bescheren.

Zum einen werden weniger Schneetouristen aus dem Euro-Raum erwartet, zum anderen kaufen Schweizer immer öfter jenseits der Grenze oder übers Internet ein. «Unsere Branche spürt den Einkaufstourismus massiv», lässt sich etwa der Chef von Intersport Schweiz, Urs Müller, in einem Artikel der «NZZ am Sonntag» zitieren. Um dem Trend entgegenzuwirken, sehe sich Intersport Schweiz unter anderem dazu veranlasst, bei einer landesweiten Werbekampagne mitzuwirken, sagte Müller auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda am Montag. Diese soll darauf hinweisen, wie sehr Schweizer Konsumenten dem Wirtschaftsstandort Schweiz schaden, wenn sie im grenznahen Ausland oder übers Internet durch den starken Franken verbilligte Waren beziehen, so Müller. Lehrlingsstellen, Arbeitsplätze sowie das Einkommen von in dieser Branche tätigen Schweizern hingen ganz konkret davon ab. Preissenkungen nicht kurzfristig möglich Wieso senkt Intersport Schweiz im Hinblick auf die Wintersaison denn nicht einfach die Preise? Dies sei in der Sportartikelbranche zwar schrittweise erfolgt, aufgrund ihres stark saisonalen Charakters sei dies aber nicht so leicht zu bewerkstelligen wie in anderen Branchen, erklärt Müller. So hätten die Intersport-Lieferanten ihre Bestellungen für die kommende Wintersaison etwa bereits im Februar zu einem damals noch markant höheren Eurokurs tätigen müssen und könnten die aktuell günstigen Wechselkursverhältnisse daher nur bedingt weitergeben. Intersport Schweiz habe jedoch seine Lieferanten in einem Schreiben dazu aufgefordert, dennoch Preisanpassungen in Betracht zu ziehen. Wetter und Währung am einflussreichsten Was die Schweizer Tourismusbranche als Ganzes betrifft, so befinde auch sie sich derzeit in einer angespannten Lage. Neben dem Faktor Währung sei aber der Faktor Wetter geradeso entscheidend für den Verlauf der kommenden Wintersaison, so Müller. Beides werde einen gleichermassen starken Einfluss darauf haben, ob und wie zahlreich die Gäste aus dem Ausland, insbesondere dem Euro-Raum, in die Schweizer Bergorte strömen werden, schätzt der Chef von Intersport Schweiz. Den Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Lage auf das Besucherverhalten sieht er noch hinter jenem der Werbeaktivitäten an vierter Stelle.

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