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Schweizerische Nationalbank belässt Leitzins auf Rekordtief

Die Zinsen in der Schweiz bleiben vorderhand sehr tief.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Das Zinszielband lautet unverändert 0 bis 0,75 Prozent, angestrebt wird der untere Bereich bei 0,25 Prozent, wie die SNB am Donnerstag mitteilte. Banken können sich bei ihr nun seit zwei Jahren fast gratis mit Geld versorgen. Damit will die Nationalbank die Kreditvergabe und die Gesamtwirtschaft ankurbeln. Die Notenbanker erwarten im laufenden Jahr ein robustes Wachstum der Schweizer Wirtschaft um rund 2,0 Prozent. Bislang lautete die Prognose auf rund 1,5 Prozent. Trotz der offenen Geldschleusen bestehen vorderhand kaum Inflationsgefahren. Die SNB erhöhte die Teuerungsprognose für das laufende Jahr zwar auf 0,8 (bislang 0,4) Prozent und für 2012 leicht von 1,0 auf 1,1 Prozent. Damit liegt der Preisauftrieb aber noch deutlich unter der Schwelle von zwei Prozent, bis zu der Notenbanker von Preisstabilität sprechen. Diese Marke würde mit unveränderter Geldpolitik laut SNB aber 2013 erreicht. Die SNB hatte nach dem Schock der Finanzkrise und den massiven Auswirkungen auf die Weltwirtschaft den Leitzins innerhalb eines halben Jahres von 2,75 auf 0,25 Prozent gestutzt, nicht zuletzt weil die Geldversorgung unter den Banken zum Erliegen kam. Auf diesem Tiefststand notierte der Leitzins schon in der Rezession nach den Anschlägen vom 11. September 2001 während fünf Quartalen. Die gegenwärtige Rekordtief-Phase geht nun in das neunte Quartal. Bislang haben noch kaum Industriestaaten begonnen, ihre Geldpolitik zu normalisieren.

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