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Schweizerische Nationalbank mit Quartalsgewinn von 1,9 Milliarden Franken

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat nach dem sehr hohen Verlust im Jahr 2010 nun im ersten Quartal 2011 wieder einen Gewinn erzielt.

Hauptgrund für den Überschuss von 1,9 Milliarden Fr. ist, dass sich der Franken gegenüber dem Euro etwas abschwächte. Der Erfolg auf den Fremdwährungspositionen beträgt 1,6 Milliarden Franken, wie die SNB am Freitag mitteilte. Das Volumen der Devisenanlagen stieg von 203,8 Milliarden Fr. Ende 2010 auf 211,9 Milliarden Fr. per Ende März 2011. Von den Devisenreserven hielt die SNB unverändert 55 Prozent in Euro. Weitere 25 Prozent lauten auf US- Dollar und 10 Prozent in Yen; diese beiden Währungen schwächten sich zum Franken im vergangenen Quartal aber ab. Weitere 338 Millionen Fr. Gewinn erzielte die SNB aus Kursgewinnen beim Stabilisierungsfonds für ehemalige Anlagen der UBS. Das Gesamtrisiko dieses Fonds ging von knapp 14 Milliarden auf unter 12 Milliarden Franken zurück. Der Erfolg auf den Goldbeständen der SNB blieb wegen des kaum veränderten Preises in Franken mit 11,5 Millionen Fr. vergleichsweise gering. Das Ergebnis der Nationalbank ist überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen sind deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich, wie die SNB festhält. Allerdings kritisierten Politiker und Ökonomen im Nachhinein die massiven Euro- und Dollar- Käufe der Nationalbank im Kampf gegen die Frankenstärke. So hatte die SNB im Startquartal 2010 zwar einen Gewinn von 1,5 Milliarden Fr. erzielt. Wegen der dennoch eingetretenen Frankenhausse verzeichnete sie zum Jahresende aber einen hohen Kursverlust auf den Devisenbeständen und unter dem Strich einen Konzernverlust von 19,2 Milliarden Franken. Dieses Resultat muss die SNB-Spitze an der (heutigen) Generalversammlung erneut verteidigen.

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