Zum Hauptinhalt springen

Seoul mahnt Einigung bei Wechselkurspolitik an

Seoul Einen Monat vor dem G20-Gipfeltreffen in Seoul hat Gastgeber Südkorea eine Einigung im internationalen Streit um die Wechselkurse angemahnt.

Präsident Lee Myung Bak warnte am Montag vor negativen Folgen für die globale Wirtschaft, «sollte es die Welt nicht schaffen, eine Einigung bei Themen wie der Wechselkurspolitik zu erzielen». «Falls jedes Land in der Phase der Erholung der Weltwirtschaft auf seinem eigenen Interesse besteht, wird dies zu Handelsprotektionismus führen und sehr grosse Probleme verursachen», sagte Lee bei einem Treffen mit ausländischen Journalisten in Seoul. Das Thema Wechselkurse könne bei der G20-Konferenz am 11. bis 12. November diskutiert werden, bekräftigte Südkoreas Staatschef einen früher gemachten Vorschlag. Die 20 grössten Wirtschafts- und Schwellenländer sollten jedoch möglichst noch vorher eine Lösung finden. Lee vermied es, in diesem Zusammenhang ein bestimmtes Land zu nennen. Bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank hatte es am Wochenende kaum Bewegung im Wechselkursstreit gegeben. Beide Organisationen hatten am Ende der Tagung in Washington keine konkrete Empfehlung zur Entschärfung des Disputs abgegeben. Vor allem China steht in der Kritik. Dem Land wird von den USA seit Jahren vorgeworfen, mittels einer künstlich unterbewerteten Währung die Ausfuhren zu verbilligen. Aber auch Japan hält seine Währung Yen gegenüber dem Dollar für überbewertet und geht dagegen vor. Zudem hat die amerikanische Notenbank Fed die Möglichkeit neuer Massnahmen zur Stützung der brüchigen US-Konjunktur angekündigt. Das verbilligt den US-Dollar, auch gegenüber dem Euro.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch