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Serbische Zentralbank will mit Zinserhöhung Märkte beruhigen

Belgrad Die serbische Zentralbank hat den Leitzins angehoben, um die wegen der Diskussion über ihre politische Unabhängigkeit besorgten Finanzmärkte zu beruhigen.

Der Zinssatz steigt um 25 Basispunkte auf 10,5 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Damit werde auf die anhaltende Inflationsgefahr und die gestiegenen Refinanzierungskosten des Landes auf den internationalen Märkten reagiert. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb von drei Monaten, dass die Notenbank die Zinsen anhebt. Die Führung der Zentralbank tagte zum ersten Mal unter ihrer neuen Chefin Jorgovanka Tabakovic. Die frühere Ministerin unter dem später als Kriegsverbrecher angeklagten Präsidenten Slobodan Milosevic war erst am Montag an die Spitze der Notenbank berufen worden. Ihr Vorgänger, Dejan Soskic, war vergangene Woche zurückgetreten. Er reagierte auf ein neues Gesetz, das die Kontrolle der Regierung über die Notenbank erhöht. Weitere Mitglieder des Führungsgremiums folgten ihm. Auch die EU sorgt sich um die politische Unabhängigkeit der Zentralbank Serbiens. Durch das Gesetz würden die Bemühungen Serbiens um einen EU-Beitritt zurückgeworfen, teilte die Staatengemeinschaft mit. Serbien kämpft mit einer schrumpfenden Wirtschaft und leeren Staatskassen. Die Regierung in Belgrad verfolgt eine expansive Haushaltspolitik, um das Abgleiten des Landes in die Rezession zu stoppen.

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