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SGS-Aktie von vermeintlicher Umsatzwarnung nach unten getrieben Umsatzwarnung ist jedoch nicht neu

Eine vermeintliche Umsatzwarnung der Genfer SGS hat Dienstagnachmittag die Aktien des Warenprüfkonzerns nach unten getrieben.

Erst als die Börsianer begriffen, dass die Aussagen von SGS-Chef Chris Kirk in einem vorab veröffentlichtem Interview nicht neu waren, erholte sich der Kurs wieder. Kirk hatte in dem am Dienstagnachmittag veröffentlichtem Interview mit der Wirtschaftszeitung «Finanz und Wirtschaft» gesagt, dass SGS wegen des starken Frankens die Mittelfristprognose von 8 Milliarden auf 7 Milliarden Fr. Umsatz senken müsse. Daraufhin knickten die Aktien ein: Nachdem der Kurs vor der Veröffentlichung des Interviews noch um 0,9 Prozent auf 1810 Fr. im Plus gelegen hatte, sackte er danach rasch bis auf 1725 Fr. ab. Damit lag er um 3,8 Prozent tiefer als am Vortagesschluss. Was die Börsianer als Umsatzwarnung verstanden, ist jedoch mitnichten neu. Die Führungsspitze des Genfer Konzerns hatte bereits früher - zuletzt anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im Januar eine gleich lautende Aussage gemacht, nämlich dass das für 2014 ausgegebene Umsatzziel in absoluten Zahlen nicht erreichbar sei. Als sich diese Erkenntnis im Markt durchsetzte, zog die SGS-Aktie am Dienstagnachmittag allmählich wieder an. Bis Börsenschluss konnte sie allerdings nicht mehr in den positiven Bereich vorstossen und ging mit einem Minus von einem halben Prozent bei 1784 Fr. aus dem Handel. Wachstumsrate wichtiger Wichtiger als die absolute Umsatzzahl sei ohnehin die Wachstumsrate, betonte Kirk. Diese müsse jährlich bei etwas über 13 Prozent liegen, um die Ziele für 2014 zu erreichen. Damit sei SGS auf Kurs. Zudem will das Unternehmen bis 2014 eine operative Marge von 20 Prozent erreichen. «Klar sind 20 Prozent eine anspruchsvolle Marke, aber das ist gut so», sagte der Konzernchf. Alles andere wäre für SGS kein nennenswertes Ziel. Trotz der Schuldenkrise laufe das Geschäft in Europa nicht schlecht. Deutlich zu spüren sei die Krise aber in Spanien. Dort reduziere der Konzern seine Aktivitäten bereits seit 2008 und habe hunderte Stellen abgebaut. «So konnten wir die Marge halten», sagte Kirk. In Italien hat sich die Situation indes in den vergangenen sechs Monaten rasch verschlechtert.

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