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SNB-Präsident Hildebrand verteidigt massive Devisen-Käufe Untätigkeit wäre keine Option gewesen - Replik auf Kritik

Die hohen Devisenkäufe der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Frühjahr 2010 mit dem Ziel, die Frankenaufwertung gegenüber dem Euro zu bremsen, war nach Ansicht von SNB-Präsident Philipp Hildebrand nötig.

Ansonsten hätte der Schweiz Deflation gedroht. Das dreiköpfige Direktorium der Nationalbank habe dieses Risiko nicht eingehen wollen, sagte Hildebrand in einem Gastbeitrag in der «Weltwoche». Die Währungshüter hätten daher entschieden, die Liquidität auszudehnen und in grossem Umfang Devisen zu kaufen. Das SNB-Direktorium sei überzeugt, dass geldpolitische Untätigkeit in den dramatischen Phasen der Jahre 2009 und 2010 keine Option gewesen sei. Eine solche Politik wäre angesichts der grossen Risiken für die Schweizer Volkswirtschaft fahrlässig gewesen. Aufgabe der Nationalbank sei es in erster Linie, die Preisstabilität zu sichern. Weitere Aufgaben seien, die Volkswirtschaft mit Liquidität zu versorgen sowie dazu beizutragen, dass die Finanzstabilität gewährleistet sei. Die Geldpolitik der Nationalbank, allen voran die hohen Euro- Käufe, war in jüngster Zeit von einzelnen Politikern und Ökonomen heftig kritisiert worden. SVP-Stratege Christoph Blocher hatte in einem Interview mit der «Basler Zeitung» (Montagausgabe) Hildebrand sogar offen zum Rücktritt aufgefordert.

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