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SNB-Quartalsumfrage: Lage der Schweizer Firmen hat sich verbessert

Die Schweizer Wirtschaft sendet positive Signale: Im zweiten Quartal haben sich die Geschäfte der Industrie-, Bau- und Dienstleistungsunternehmen verbessert, wie die Umfrage der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ergab.

In der verarbeitenden Industrie stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal und zu den ersten drei Monaten 2011. Der Anstieg gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres war sogar deutlich, wie die SNB-Delegierten erfuhren. Auf dem Bau setzte sich die dynamische Entwicklung fort. Die Umsätze erhöhten sich innert Jahres- und Monatsfrist. Die Baufirmen profitierten dabei auch vom milden Winter und vom schönen Frühling. Im Dienstleistungssektor verbesserten sich die Umsätze ebenfalls gegenüber dem Vorjahresquartal und dem Vorquartal. Besonders zufrieden zeigten sich Personalvermittler, das Transportgewerbe und die Gastronomie. Detailhändler im Grenzgebiet spürten zunehmend dem Einkaufstourismus im Ausland. Die Delegierten der Nationalbank befragten im April und Mai total 211 Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Die Unternehmen waren gesamthaft besser ausgelastet, und auch der Personalbedarf erhöhte sich, wie es im am Freitag veröffentlichen Quartalsbericht heisst. Leicht getrübt wird das Bild durch die Margenentwicklung: Insgesamt blieben die Gewinnspannen unterhalb der gewohnten Werte - hier zeigte sich der Effekt des starken Frankens und der steigenden Rohwarenpreise. Besonders unter Druck sind die Margen der Industrie - bei Unternehmen aus dem Bau- und dem Dienstleistungssektor war die Höhe der Margen hingegen annähernd normal. 48 Prozent der Unternehmen waren negativ von der Frankenaufwertung betroffen (Vorquartal: 47 Prozent). Bei den Industriefirmen waren 56 Prozent deutlich negativ tangiert. Keine Belastung war der hohe Kurs für 37 Prozent aller Unternehmen. 15 Prozent profitierten vom starken Franken. Die Aussichten sind positiv: In der Befragung äusserten sich die Unternehmensvertreter optimistisch zum künftigen Geschäftsgang, der Beschäftigung und der Investitionstätigkeit. Sorgen macht den Unternehmen die Entwicklung der Margen, mögliche Engpässe beim Personal sowie eine weitere Aufwertung des Frankens.

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