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Solar-Krise zwingt First Solar zu Stellenabbau in Deutschland

Frankfurt an der Oder Die Krise der Solarbranche kostet in Deutschland weitere Arbeitsplätze: Das US-Unternehmen First Solar wird sein Werk in Frankfurt an der Oder im vierten Quartal 2012 schliessen und damit rund 1200 Arbeitsplätze streichen.

Dies gab das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt an der Oder und an seinem Firmensitz im US-Bundesstaat Arizona bekannt. Zudem wird First Solar bereits zum 1. Mai vier seiner Produktionslinien am Standort Kulim in Malaysia auf unbestimmte Zeit stilllegen. Der Solarhersteller begründete diesen Schritt mit der drastisch veränderten Marktsituation in Europa. Zudem wolle das Unternehmen Kosten senken. «Der europäische Solarmarkt ist zum jetzigen Zeitpunkt ohne Förderung grösstenteils wirtschaftlich nicht überlebensfähig», erklärte Christopher Burghardt, Geschäftsführer der First Solar GmbH und zuständig für den Vertrieb in Europa. Wegen der Wirtschaftskrise hätten die europäischen Staaten ihre Förderprogramme früher als ursprünglich geplant gekürzt. Dies habe dramatische Auswirkungen auf die Nachfrage. Die Unterstützung von Photovoltaik-Grossanlagen, dem Kerngeschäft von First Solar, habe darunter «überproportional stark gelitten», erklärte Burghardt. Weltweit baut das US-Unternehmen nach eigenen Angaben insgesamt rund 2000 Stellen ab. Das entspricht etwa 30 Prozent aller Arbeitsplätze. Durch die Restrukturierungsmassnahmen sollen die Kosten in diesem Jahr um 30 bis 60 Millionen Dollar und künftig um 100 bis 120 Millionen Dollar jährlich sinken, wie First Solar mitteilte. Erst Anfang April hatte der hochverschuldete deutsche Solarkonzern Q-Cells einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 2200 Mitarbeitende, davon 500 in Malaysia.

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