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Spanien lockt Anleger trotz Hängepartie um Rettungshilfe

Madrid Trotz der Hängepartie um eine Flucht unter den EU-Rettungsschirm verschafft sich Spanien am Kapitalmarkt weiter Luft.

Bei der Kreditaufnahme profitierte das Land am Dienstag weiter von der Interventionsabsicht der EZB in der Euro-Krise - auch wenn der Appetit der Anleger auf länger laufende Papiere nachliess. Das hoch verschuldete Land platzierte rund 4,6 Milliarden Euro Anleihen und konnte die Investoren mit niedrigeren Renditen ködern als zuletzt. Spaniens Vizeregierungschefin Soraya Saenz de Santamaria liess allerdings offen, ob das Land nach dem Rettungsschirm greifen wird. Die Bedingungen würden weiter geprüft, sagte die Stellvertreterin von Ministerpräsident Mariano Rajoy. Spanien zahlte bei der Emission von Anleihen mit einer Laufzeit von 12 Monaten nur noch eine Durchschnittsrendite von 2,83 Prozent nach 3,07 Prozent bei einer vorigen Auktion. Der Zins bei Anleihen mit 18 Monaten Laufzeit fiel auf etwa 3,07 von rund 3,33 Prozent. Allerdings liess die Nachfrage nach den anderthalbjährigen Papieren nach: Die Versteigerung war 3,6-fach überzeichnet, im August hatte die Nachfrage das Angebot noch um das Vierfache überstiegen. «Die Märkte warten darauf, dass Spanien Hilfe beantragt», sagt Analyst Jo Tomkins von 4Cast. «Das ist jetzt politisch alles noch in der Schwebe.» Sollte Rajoy zu lange zögern, werde er «Frustration am Markt» auslösen, warnte er. Auch EZB-Ratsmitglied Luc Coene hatte jüngst mahnende Worte Richtung Madrid gerichtet und einen Anstieg der Renditen vorhergesagt, falls Spanien den Gang unter den Rettungsschirm zu lange hinauszögere.

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