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Stadt Wien will keine Kredite mehr in Schweizer Franken aufnehmen

Wien Die Stadt Wien will vorerst keine neuen Schulden mehr in Schweizer Franken aufnehmen, wie der Wiener Finanzdirektor, Richard Neidinger, am Montag sagte.

Damit reagiert die Stadt auf eine kommunalpolitische Debatte um Kredite bei Schweizer Banken angesichts des hohen Wechselkurses des Franken. Ende 2010 handelte es sich bei der Hälfte der Schulden Wiens in Höhe von 3,07 Milliarden Euro um Kredite in Franken, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montag meldete. Die Zinsen in der Schweiz sind deutlich niedriger, was Kredite dort attraktiv macht. Angesichts der Schuldenkrisen in den USA und im Euro-Raum gewann der Franken zuletzt deutlich an Wert. Das macht es für diejenigen teurer, die Euro in Franken umtauschen müssen, um ihre Kredite zurückzuzahlen. In Mittel- und Osteuropa etwa nahmen viele Verbraucher Schulden in Franken auf, die sie nun nur schwer zurückzahlen können. Für Wien sei das allerdings an sich kein Problem, sagte der Finanzdirektor: Die Stadt könne ihre Kredite tilgen, wann sie wolle - und habe auch in der Vergangenheit in Zeiten eines teuren Franken die Zahlungen ausgesetzt. In den vergangenen Tagen war trotzdem Kritik an der Schuldenpolitik Wiens aufgekommen - in der Opposition, aber auch von den mitregierenden Grünen.

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