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Stahlindustrie Schmolz Bickenbach will mehrere hundert Vollzeitstellen abbauen

Der Stahlkonzern Schmolz Bickenbach will angesichts der Schulden- und Wirtschaftskrise in Europa den Gürtel enger schnallen.

In der Summe würden mehrere hundert Vollzeitstellen abgebaut, sagte der interimistische Konzernchef Marcel Imhof am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Bei den Deutschen Edelstahlwerken sei ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet worden, das rund 20 Millionen Euro an Einsparungen pro Jahr bringen soll. Dazu werde die Anzahl Temporärmitarbeiter reduziert und die wöchentliche Arbeitszeit von 35 auf 31,5 Stunden bei entsprechender Lohnreduktion gesenkt, sagte Imhof. Beim Werk in Dänemark werde ein Teil der Blankstahlfertigung nach Düsseldorf verlagert. Und bei der Schmolz Bickenbach Distributions GmbH in Deutschland werden mit der Personalreduktion und weiteren Effizienzsteigerungen Kosteneinsparungen von 13 Millionen Euro angestrebt. Diese Restrukturierungsmassnahmen kosteten einmalig 12 Millionen Euro, sagte Imhof. Teile dieser Massnahmen würden sich erst im nächsten Jahr positiv auswirken. Auch im Werk in Emmenbrücke LU habe das Unternehmen rund 20 Temporärmitarbeiter abgebaut. Zudem reagiere man mit flexiblen Arbeitszeitmodellen auf die schwankende Nachfrage. Ende Juni hatte der Stahlkonzern 10'447 Mitarbeiter. Das sind rund 250 mehr als sechs Monate zuvor. In Nordamerika hatte Schmolz Bickenbach ein neues Werk in Betrieb genommen, weshalb man mehr Personal benötigte. Insgesamt erwartet der Konzern für das gesamte Geschäftsjahr 2012 lediglich noch einen kleinen Gewinn vor Steuern. Ob Schmolz Bickenbach auch nach Steuern noch in den schwarzen Zahlen bleibe, hänge von der Steuerbelastung ab, sagte Imhof.

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